Groundhopping

AC Cesena – FC Bari (11.02.17)

Während die Begeisterung für England als Fussballland vor allem von Bildern ausverkaufter Stadien und mondän gekleideten Herrschaften herrührt, spielte beim Mythos Italien mein guter Kumpel Thomas eine wesentliche Rolle. Auf seine Erzählungen hin, bin ich nämlich seit knapp drei Jahren immer wieder bei unseren südlichen Nachbarn zu Gast und habe so schon manch interessanter Partie beiwohnen dürfen.

Auch heuer stand wieder einmal ein Doppler auf italienischem Boden an, wobei ich nun erstmals den „Maestro himself“ meine Begleitung nennen durfte. Anlass dazu bieten wie erwähnt zwei Spiele an einem Tag. Den Anfang macht eine Zweitligapartie nahe der Adriaküste, ehe am späten Abend dem Heimspiel der Fiorentina beigewohnt wird.

Weder die Eintrittskarten für die Spiele noch eine passende Carverbindung nach Italien stellten ein Problem dar, sodass wir am besagten Samstag bereits frühmorgens unser Frühstück in einem Bistro in Cesena geniessen durften. Es folgte ein entspannter Tag mit kulinarisch hochstehender Verköstigung und Umherschlendern in der Altstadt. Zwar bietet Cesena nicht ähnlich viel wie das spätere Ziel des Tages, für einige Fotos hatte es aber dennoch gereicht. Trotz unmittelbarer Nähe zu Rimini ist die Stadt somit wenig touristisch geprägt. Mitunter einer der Vorzüge bei meinem Hobby. Nach dem Mittag machten wir uns zu Fuss auf in Richtung Stadion Dino Manuzzi. Signore Manuzzi war (wie so oft bei „personifizierten“ Stadionnamen) ein ehemaliger Präsident des Vereins. Der kompakte und bis auf die Haupttribüne hin doppelstöckige Bau in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt bildet eine für Italien willkommene Ausnahme, findet man in hiesigen Gefilden doch oft eine Laufbahn rund ums satte Grün vor. Ebenfalls Gutes liess der geräumige Gästebereich erahnen, den die Bari-Anhängerschaft unter der Leitung der Seguaci bis zum Anpfiff hin schliesslich auch gut bevölkerte.

Insgesamt ein ganz gelungener Touranfang mit zwei gut aufgelegten Kurven. In der heimischen Curva Mare nennt sich die führende Ultrà-Gruppierung übrigens „Weiss-Schwarz Brigaden“ und pflegt mitunter Kontakte nach Stuttgart. Die beiden Mannschaften trennten sich vor stolzen 13’081 Zuschauern leistungsgerecht mit 1:1 und wir machten uns sogleich auf den Weg zum Bahnhof, wo der Zug in Richtung Florenz in wenigen Minuten einrollen sollte.

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19. März 2017