Groundhopping

Arsenal FC – Aston Villa (01.02.15)

Auch heute war nicht gross ausschlafen angesagt, wollte man doch noch ein wenig Shoppen ehe es in Richtung Highbury-Nachfolger gehen sollte. Im Nachhinein hätte man lieber noch ein paar Stunden länger geschlafen, denn in der Stadt wurde uns klar, dass heute ja Sonntag war und dass auch in London zumindest vormittags die Läden geschlossen sind. Also noch ein wenig umhergeirrt und mitten in den London Run gelaufen. Mit dem Lauf wird Geld für die Bekämpfung von Krebs gesammelt. Diese fand dann auch grossen Anklang und etliche Strassen waren abgesperrt und die Strecke mit Läufern von jung bis alt übersät. Ein paar Minuten widmete man sich dem Treiben, ehe es wieder weiter ging, auf der Suche nach einem Café um sich aufzuwärmen, da der Wind inzwischen doch recht bissig durch die Gassen wehte.

Irgendwann ging es dann aber endlich in Richtung Emirates Stadium, welches im Osten der Stadt zu finden ist. Vorher wollte ich noch wetten, getraute mich schlussendlich aber nicht, da mein Tipp von 5:0 wohl doch etwas zu kühn gewesen wäre. Wie es rausgekommen ist könnt ihr euch ja bestimmt denken… Hätt ich gewettet wäre es wahrscheinlich 5:1 oder 6:0 geworden. Einfach wieder einmal zu typisch! Das Stadion ist bereits von aussen sehr modern und beim Betreten trennten sich die Wege von mir und Flavio, da es sich nicht einrichten liess, zwei Tickets nebeneinander zu finden. In der Halbzeit wechselte ich dann aber auf einen der letzten freien Plätze in seinem Block.

Die Partie verdiente eindeutig das Prädikat Einbahnfussball. Arsenal liess den Gästen aus Birmingham keine Chance und mit Özil, Giroud oder Cazorla trug sich auch der eine oder andere Weltstar beim 5:0 in die Torschützenliste ein. Fantechnisch war heute definitiv tote Hose, aber dass erwartet man von Arsenal auch nicht anders. Zu viele (asiatische) Touristen sind vor Ort und bei den Eintrittspreisen ist es auch verständlich, dass hier nicht die Art Volk auftaucht, welches für Stimmung sorgt. Immerhin sind für den Preis alle Sitze gepolstert und die Sicht ist auch nicht schlecht. Zum heutigen Spiel kamen übrigens 59’958 Zuschauer. Speziell zu erwähnen gibt es vielleicht noch die Tatsache, dass die Stadionuhr nicht aufwärts sondern rückwärts tickt. Abpfiff ist also dann, wenn laut Uhr keine Zeit mehr zum Spielen ist. Schon ziemlich speziell. Aston Villa blieb übrigens zum sechsten Mal in Folge ohne Torerfolg in einem Ligaspiel.

Nach Abpfiff lief man bis zur U-Bahnstation „Caledonian Road“, um den grossen Zuschauermassen zu entgehen und von dort ging es ohne Umstieg bis zum Flughafen Heathrow. Mit einer kleinen Verspätung hob die SWISS-Maschine schlussendlich ab und ich durfte mich etwas breiter machen als sonst, hatte sich doch die gut betuchte Dame neben mir einen zweiten Sitz für ihre Tasche gebucht. Danke nochmals, arrogante reiche Frau!

Somit geht ein weiterer netter Inseltrip mit zwei neuen Grounds und einer Erkältung (wegen der starken Winde in London) zu Ende.

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1. Februar 2015