Groundhopping

AS Monaco – FSV Mainz 05 (22.07.15)

Für die heutige Partie sollte mir ein auf meinem Handy gespeicherter QR-Code als Eintrittskarte dienen. Momentan diese Art noch ziemlich speziell, werde ich in zwanzig Jahren wohl neben meinem Roboterfahrer im Auto darüber lachen, wenn ich auf dem Glas meiner Sonnenbrille nochmals diesen Beitrag durchlese. Back to the Future! Dies gilt auch für den FSV Mainz, den man unweit von heutiger Stelle vor ziemlich genau zwei Jahren bereits bei einem Testspiel begutachten durfte. Damals aber im Gegensatz zu heute auf französischer Seite, jedoch wiederum gegen einen Kontrahenten aus der Grande Nation, den es allerdings etwas stärker einzuschätzen gilt als die Jungs aus Evian im Jahre 2013. Nämlich die „Association Sportive“ aus Monaco. Beide Teams weilen in der Region zur Saisonvorbereitung, wobei Monaco bereits ein paar Tage später seinen ersten Ernstkampf der Saison nicht weit von hier austragen wird. In der Hauptstadt sind sie zum Champions-League Qualispiel zu Gast.

Heute also ein letzter Test, bevor man ins kalte Wasser geworfen wird. Letzteres durften die Monegassen bereits heute am eigenen Leibe erfahren, denn im Gegensatz zu gestern regnete es in Strömen als die Partie vor 1’000 Zuschauer wetterbedingt etwas später angepfiffen wurde. Der Austragungsort, nahe dem Kernforschungszentrum (CERN) liegend, verfügt über eine moderne Holztribüne und wurde bereits im Februar dieses Jahres einmal beehrt, dort wurde allerdings aufgrund von Schneefall auf den Kunstrasen ausgewichen, was einen Zweitbesuch auf den Plan rief. Eigentlicher Heimatverein ist übrigens der viertklassige FC Meyrin. Auf der wiederum nassen Unterlagen fand sich der Karnevalsverein zu Beginn besser zurecht und ging prompt in Führung, ehe die Monegassen die Partie in der Folge eindrücklich drehten und nach der Umstruktierung vor allem dank den jungen Talenten zum hohen 5:1 Sieg kamen. Sicherlich eine erfreuliche Entwicklung die es bei den Südfranzosen zu vermelden gibt, die sich nachdem der milliardenschweren russische Investor Dmitri Rybolowlew den Geldhahn etwas zugedreht hatte fortan auf die Förderung von eigenen Talenten fokussieren. Ich bin mir sicher, dass dies längerfristig der richtige Weg ist!

Fans waren übrigens von beiden Seiten einige vor Ort, wobei die der Franzosen eher der gut betuchten Oberschicht zugeordnet werden sollten. Aber was solls, nass wurden wir am heutigen Abend alle und dies ist für einmal doch auch gut so!

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22. Juli 2015