Olympique Marseille – FC Porto (13.07.13)

Während der FC Sion an jenem Samstag in der Hauptstadt zu Beginn der neuen Schweizer Meisterschaft im Einsatz war, wurde auch im Wallis der "schönsten Nebensache der Welt" nachgegangen. An einem Samstagabend machte ich mich auf, und brachte die 123 Kilometer, in etwas mehr als eineinhalb Stunden hinter mir. Übrigens: Die Strecke aus meinem vorübergehenden Wohnort, dem "Kaff mit Stadtrecht" wie ich es liebevoll nenne, in die Walliser Kantonshauptstadt ist absolut sehenswert. Man fährt zwischen den Rebbergen entlang bis ans Ende des Genfer Sees, danach durch das enge und felsige Tal bis nach Martigny und danach weiter bis nach Sion, wo man die Burgen schon von weitem erblickt.

Das Spiel fand im Rahmen des Valais Cup statt, ein internationales Turnier welches in diesem Jahr zum ersten Mal über die Bühne ging. Am Turnier nahmen diese fünf Teams teil: FC Sion, VfL Wolfsburg, AS Saint-Etienne, Olympique Marseille und der FC Porto. Das Spiel am Samstagabend war zudem das letzte Spiel des Turnieres. Wenn man die beiden Clubs vergleicht, merkt man bald, das sie zu den ganz grossen in ihrem Land gehören: Marseille konnte die Meisterschaft in Frankreich bereits 9 mal gewinnen, die Portugiesen bereits 27 Mal. Nur Benfica Lissabon war erfolgreicher (32mal). Das Stadion ist per Fuss in etwa 20 Minuten vom Bahnhof zu erreichen. Ich kannte den Weg, war ich doch schon einige Male hier, jeweils wenn der FC St. Gallen auswärts hier gegen die Walliser antrat. Das "Stade de Tourbillon" wurde 1968 gebaut und verfügt offiziell über 14'500 Plätze, davon sind rund 7'000 Stehplätze. Die Heimfans haben eine ganze Hintertorseite für sich, die Gäste gegenüber müssen sich mit einem Drittel, leicht rechts versetzt begnügen.

Das Spiel wurde um 20:30 Uhr angepfiffen und auf beiden Seiten wurden keine Stars oder Stammspieler geschont. So konnte man auf Seiten der Franzosen zum Beispiel Spieler wie Mathieu Valbuena, André Ayew, André-Pierre Gignac oder Morgan Amalfitano bestaunen. Auf der Seite des FC Porto waren die grossen Namen ebenfalls vertreten durch Jackson Martinez, Fernando und den Torhüter Helton. Obwohl die Ticketpreise immens hoch waren für ein Testspiel, (ich bezahlte mehr als 20 Franken für einen Stehplatz in der Marseille Fankurve) waren doch 9'200 Zuschauer ins Stade de Tourbillon gepilgert. Für einen Platz auf der Haupttribüne zahlte man knapp 60 Franken, was ich völlig übertrieben finde. Einheimisches Publikum war eher Fehlanzeige, spielten die Walliser doch gleichzeitig in Bern. In der Schweiz leben knapp eine Viertelmillion Portugiesen und viele von ihnen in der Romandie. Daher war es nicht verwunderlich, das die Stehplatzkurve der Porto Fans ausverkauft war. Der Kern der Anhängerschaft war von Portugal direkt angereist. Die portugiesischen Fans machten mit teilweise recht starkem Support und einigen kleineren Pyroaktionen auf sich aufmerksam.

Die Kurve der Marseillais, wie sich die Fans selbst nennen, war circa zu 60% voll, zeitweise bekam man aufgrund des Supports sogar Gänsehaut. Vorallem beim bekannten Schlachtruf "Aux Armes" (An die Waffen!) wurde einem die Stimmgewalt der mitgereisten Franzosen klar.

Zu Beginn durfte mit Marion Bartoli die Gewinnerin des Tennisturnieres von Wimbledon, eine andere prominente das Spiel eröffnen. Die Partie verlief in der Anfangsphase abwechslungsreich und beide Teams kamen zu Chancen. Wäre in der 39. Minute nicht der Franzose Morel nach einem groben Foul vom Platz geflogen, hätte ich nicht sagen können, wer diese Partie für sich entscheiden könne. So aber gelang es den Portugiesen mehr und mehr das Zepter zu übernehmen. Bereits vor der roten Karte gingen die Portugiesen mit 1:0 in Führung, Izmaylov hatte für den FC Porto getroffen. Nach der Pause war es Jackson Martinez, welche zum 2:0 einschob und in der 76. Minute traf Iturbe mit einem sehenswerten Sonntagsschuss zum klaren Endstand von 3:0 zu Gunsten der Iberer.

Kurz nach 22 Uhr war dann ein weiterer gelungener Groundhoppingtag beendet und der FC Porto konnte den Pokal als Sieger des Valais Cup 2013 in die Höhe stemmen, während ich die Heimreise ins Waadtland wieder antrat.


GC Zürich – Roter Stern Belgrad (06.07.13)

Der Uhrencup ist ein jährlich stattfindendes Fussballturnier in Grenchen. Für viele Mannschaften wird es als Vorbereitung für die neue Saison angesehen und den Veranstaltern mangelt es nicht an Anfragen für eine Teilnahme. Im Organisationskomitee des Traditionsturniers, das seit 51 Jahren besteht, ist auch der Schweizer Fernsehmoderator Sascha Ruefer. Genug Argumente für mich, dieses Turnier bei einem spannenden Spiel genauer unter die Lupe zu nehmen. Auf der einen Seite steht dabei der Rekordmeister aus Zürich, auf der anderen Seite die Mannschaft aus der serbischen Hauptstadt, die vor allem ihrer Fans wegen bekannt ist.

Am Spieltag traf ich zeitgleich mit den serbischen Anhängern am Bahnhof ein und wurde Zeuge von einem imposanten Marsch zum Stadion. Dieses war bereits gut gefüllt und ich beschloss, die erste halbe Stunde im Block der Serben zu verbringen. Die rund dreitausend Fans sorgten für eine Stimmung der Extraklasse, wie ich sie bisher nur selten in der Schweiz angetroffen habe.

Der Support von GC hingegen war enttäuschend. Höchstens hundert Fans fanden den Weg ins solothurnische Grenchen. Einen Grund für das Fernbleiben vieler Zürcher war aber schnell gefunden. Das "Zürifäscht" fand am gleichen Wochenende statt. Das Spiel selbst war ausgeglichen. Nach einer halben Stunde gingen die Serben in Führung. In der Folge nahm das Spiel immer mehr den Testspielcharakter an. Die besten Spieler wurden geschont und einzig die Kulisse von 4'326 Zuschauern machte die Differenz aus. Das Spiel endete mit 1:0 für die Serben und manch einer war froh über dieses Resultat. Das Polizeiaufgebot für dieses Spiel war nämlich immens und schürte nur schon damit die Aggressionen der Gäste. Polizisten mit Hunden und in Vollmontur mit Waffen standen überall. Gegen diese Serben waren aber auch sie nicht gewachsen, wie die Szenen nach dem Spiel am Bahnhofsladen in Grenchen belegten. Er wurde ausgeraubt – die Kehrseite eines imposanten Auftritts.


FC Lausanne-Sport – FC Sion (22.06.13)

Die Sommerpause ist eindeutig die schlimmste Zeit für einen Groundhopper! Wenn er dann auch noch aufgrund eines Sprachaufenthalts in der wenig fussballbegeisterten Westschweiz gelandet ist, bringt es ihn fast zum Verzweifeln. Deshalb war ich froh, als ich vom Testspiel zwischen Lausanne-Sport und dem FC Sion in Cheseaux-sur-Lausanne gehört habe.  Zum Duell dieser beiden Superligisten kam es anlässlich des 40. Geburtstags des lokalen Fussballclubs.

Das Spiel begann um 17:30 Uhr und ich begann die Reise ins 30 Kilometer entfernte Zielort bereits zwei Stunden vor Spielbeginn. Eigentlich zu früh, aber eine innere Stimme sagte mir, das heute nicht alles nach Plan verlaufen wird. Ich nahm also den Zug von Rolle nach Renens, von wo aus mich der Bus Nummer 33 nach Prilly bringen sollte. Dieser kam jedoch nicht, sodass ich mit Bus Nummer 38 Vorlieb nehmen musste, der ganz in der Nähe halten würde. Aufgrund einer Verfolgungsjagd inklusive ausgebreiteter Nagelstreifen als Reifenkiller blockierte uns nun die Polizei die Fahrbahn. So reichte es mir im Anschluss nur knapp auf die Regionalbahn nach Cheseaux, die ich mit der aktiven Fanszene von Lausanne teilte, die bereits bei der Anfahrt für Stimmung sorgte.

Das Spiel fand bei perfektem Wetter statt. Die 1'200 Zuschauer sahen ein unterhaltsames Duell, bei dem in der ersten Halbzeit die Walliser das Spiel diktierten. Je näher aber das Ende der ersten Halbzeit kam, desto offensichtlicher wurden ihre Konditionsmängel. Und so war es nach einer guten Stunde Lausannes Neuzugang Bashkim Sukaj, der ein Dribbling durch die Walliser Hintermannschaft mit einem Tor krönte. Es blieb – auch wegen der Hitze – bis zum Schluss beim 1:1. Der Sieg der Lausanner ging in Ordnung, wie Sion-Trainer Michel Decastel nach dem Spiel eingestehen musste.

Vor dem Spiel präsentierte der FC Lausanne-Sport noch seine Preise für die neuen Saisonkarten. Dabei zahlt ein Lehrling für ein Stehplatzabo seines abstiegsgefährdeten Clubs knapp 300.- Franken, während das Abonnement im St. Galler Fanblock einen Lehrling nur halb so viel kostet. Da wundert es einen nicht, dass sich die Lausanner Jugend lieber dem aufgestiegenen Eishockeyverein widmet und und der Fussball in den Hintergrund rückte.


FC Bursins-Rolle-Perroy – US Terre-Sainte II (09.06.13)

Nicht weit des UEFA-Hauptsitzes der in Nyon ist fand heute ein Spiel statt. Der FC BRP (Bursins-Rolle-Perroy) konnte die Saison zu Hause beenden. Mit einem Sieg im letzten Spieltag gegen den heutigen Gegner, die US Terre Sainte II, wären die Waadtländer ab der nächsten Saison wieder in der 2. Liga regional anzutreffen. Verliert der Gastggeber heute, steigt der heutige Gegner auf! Spannung ist also garantiert in diesem letzten Spiel der 3. Liga.

Was eigentlich in letzter Zeit in der Schweiz auch programmiert ist, ist das Wetter. Als das Spiel um 16:00 Uhr pünktlich angepfiffen wurde regnete es wie aus Kübeln. Die Spieler liessen sich davon jedoch nicht beirren und traten beherzt auf. Zusätzlich wurden die Spieler von den Zuschauern motiviert. Das Dorf Bursins hat eine Einwohnerzahl von 736 Einwohnern und 310 Zuschauer verzeichnete das Spiel, eine extrem hohe Zahl für ein Drittligaspiel, wahrscheinlich aufgrund der spannenden Ausgangslage. Tore fielen in der 1. Halbzeit trotz Chancen beider Teams vorerst keine. Nachdem die beiden Teams die Seiten gewechselt hatten, kamen die Gastgeber zu einem Handsypenalty der sicher zur 1:0 Führung verwandelt wurde. Kurze Zeit zeigte der Schiedsrichter im Strafraum der Einheimischen auf den Penaltypunkt. Die zweite Mannschaft der US Terre Sainte kam so zum gerechten Ausgleich. Je näher man dem Schlusspfiff kam, umso mehr wurde gerechnet, wer den Aufstieg schaffen würde, werden hier die Punkte geteilt.

Doch in der letzten Minute des Spiels konnten die Spieler des US Terre Sainte den 2. Treffer und den Aufstieg bejubeln. Eine schöne Doppelkombination reichte den Offensivkräften, die Abwehr des Heimteams zu düpieren. Für FC BRP hatte heute das Glück nicht auf seiner Seite. Die US Terre Sainte steigt dank einem 1:2 Sieg in die 2. Liga regional auf.

Kurzer Nachtrag aus dem Jahre 2015: Die Zweitvertretung der US Terre Sainte verzichtete damals aus verschiedenen Gründen auf den Aufstieg und somit durfte der damalige Gastgeber den Weg in die sechste Spielklasse antreten. In dieser spielt er noch heute, allerdings am hinteren Ende der Tabelle.


Schweiz – Zypern (08.06.13)

Am ersten Tag meines Französischaufenthalts in der Romandie fand das WM-Qualifikationsspiel zwischen der Schweiz und Zypern in Genf statt, das ich mir nicht entgehen liess. Das "Stade de Genève" ist die Heimstätte von Servette, das in dieser Saison den Gang in die Challenge League antreten musste. Es fasst 30'084 Sitzplätze und 27 Logen.

Die Schweizer sind in der Partie gegen Zypern der haushohe Favorite und wurden dieser Favoritenrolle nach kurzer Zeit bereits gerecht. Trotz hochklassigen Chancen stand es in der Pause aber immer noch 0:0. In der 2. Halbzeit ging es im gleichen Stil weiter. Die Zyprioten konnten nicht, die Schweizer sündigten im Abschluss. Schlussendlich schoss der 21-jährige Haris Seferovic die Schweizer in der 90. Minute zu einem knappen 1:0-Heimsieg. 17'000 Zuschauer wurden damit durch ein sehenswertes Tor für eine eher bescheidene Partie entschädigt. Insgesamt ging der Schweizer Sieg in Ordnung, jedoch haben die Schweizer im Abschluss noch Nachholbedarf.

Für Menschen mit langen Beinen wie ich wird es eng mit dem Freiraum zur nächsten Reihe. Dennoch war dies ein guter Auftakt meines Sprachaufenthalts!


SCR Altach – SV Kapfenberg (24.05.13)

Es war der 36. und sogleich der letzte Spieltag der Ersten Liga in Österreich. Grund genug für mich, sich zusammen mit einem guten Kollegen aufzumachen, ins 50 Kilometer entfernte Altach, ein weiterer Ground unter die Lupe zu nehmen. Wir erreichten Altach um viertel vor acht und von dort ging es mit dem Bus bis zum Sportplatz Schnabelholz oder wie man wohl oder übel sagen muss zur "Cashpoint Arena Altach." Der Ticketpreis von 11 Euro für einen Sitzplatz auf der Osttribüne ging in Ordnung zumal man genug Beinfreiheit hatte, nicht wie ich es bereits anders in England erlebt habe. Das Stadion besitzt zwei überdachte Tribünen mit Sitzplätzen und mit 2 Stehplatzkurven im Norden und im Süden. Es hat eine Kapazität von 8'500 Zuschauern. Diese Grenze wird jedoch nur selten und meistens jeweils bei Derbys gegen Austria Lustenau erreicht.

Wie auch bei anderen Vereinen wird beim Beispiel des SCR Altach die vermehrte Kommerzialisierung des Fussballs aufgezeigt. Nicht nur der Stadionname und das Logo des Vereins litten darunter, sondern auch die Trikots. Die Leibchen der Spieler waren eher Werbefläche als etwas anderes. Sogar auf dem Hinterteil der einzelnen Spieler warben Unternehmungen für sich.

Das Spiel begann um 20:30 Uhr und von Anfang an waren es die Altacher, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Demzufolge war es verdient, als in der 18. Minute Louis Ngwat-Mahop mit einem gezielten Rechtsschuss den Führungstreffer für die Hausherren markierte. Im weiteren Verlauf der 1. Halbzeit hatten die Gastgeber weitere ausgezeichnete Möglichkeiten, ihre Führung auszubauen.
In der 64. Minute wurde der Altacher Daniel Schöpf im Strafraum der Kapfenberger gefoult, so dass es einen Penalty zu Folge hatte. Die Verantwortung übernahm Boris Prokopic, der schlussendlich im Nachschuss zum 2:0 für den SCR Altach traf. 1'732 Zuschauer sahen in der Folge einen SCR Altach der sich den Sieg im letzten Spiel der Saison nicht mehr nehmen liess.


Luton Town – Grimsby Town (12.04.13)

Ferien in London mit einem guten Freund – da darf natürlich auch ein Fussballspiel nicht fehlen. Und obwohl London als Hauptstadt im Mutterland des Fussballs über sechs Vereine in der Premier League verfügt, mussten wir aufgrund unserer Reisedaten mit dem Spiel der fünftklassigen Conference National zwischen Luton und Grimsby Vorlieb nehmen.

Luton hat rund 200'000 Einwohner und liegt eine Stunde nördlich von London. Von Bahnhof in Luton weisen uns die zahlreichen Fans den Weg zum altehrwürdigen Stadion, das den Namen Kenilworth Road trägt. Besonders der Eingang zum Gästeblock mitten in einer Seitenstrasse eines typisch britischen Quartiers vermag zu überzeugen. Unsere Plätze auf der Haupttribüne wechselten wir nach der Pause aufgrund mangelnder Beinfreiheit.

Das Spiel hatte dank zwei offensiv eingestellten Mannschaften viele Highlights. Nach einer knappen Stunde schoss Dayle Southwell die Gäste aus der Hafenstadt in Führung. Im Anschluss war es aber Luton Town, das vehement den Ausgleich suchte. Dieser gelang ihnen eine Viertelstunde vor Schluss nach einem Eckball. Der Gastgeber verpasste in der Folge vor 5'226 Zuschauern gleich mehrmals den Siegtreffer, sodass die Partie mit 1:1 endete.


Stade de Reims – Olympique Lyon (07.04.13)

Die Ferien in Paris sollten natürlich nicht ohne ein Spiel aus der Ligue 1 enden. Da Paris Saint-Germain auswärts in Rennes spielte, fuhren wir stattdessen mit dem TGV in die Stadt Reims. Von Paris sind dies 132 Kilometer in nordöstliche Richtung, die ein TGV, der zeitweise mit 320km/h fährt, in 45 Minuten bewältigt. Trotzdem mussten wir uns nach der Ankunft in Reims sputen und fuhren sogleich mit dem Bus bis vor das Stadion. Rund um das Stade Auguste-Delaune war das ganze Trottoir zugeparkt und unser Bus kam nur schleppend voran, sodass das Spiel bereits zwei Minuten alt war, als wir unsere Plätze im Oberrang der Haupttribüne einnahmen.

Überraschenderweise war Reims die bessere Mannschaft, während Olympique Lyon das ganze Spiel über seinen dritten Platz in der Tabelle nicht rechtfertigen konnte. Und so kam die 53. Minute und ein grosszügiger Penaltypfiff zugunsten von Reims. 20'298 Fans sahen bei vollem Stadion und perfektem Frühlingswetter den Treffer zum 1:0 und später auch – bei mittlerweile bester Stimmung – den verdienten Heimsieg von Stade Reims. Zu viel für die rund 400 Fans im Gästeblock, die nach der langen Anreise ihren Frust an den Ordnern im Innenraum rausliessen.

Nach dem Spiel blieb für uns Zeit genug, um die schöne Innenstadt von Reims zu besuchen, ehe es per Hochgeschwindigkeitszug am Abend wieder zurück in die Hauptstadt ging.


FC Augsburg – Hannover 96 (30.03.13)

Morgens um acht Uhr machte ich mich mit Kollege Luigi auf den Weg nach Augsburg. Nachdem wir in Buchloe den Zug gewechselt haben, erreichten wir gegen Mittag die Fuggerstadt. Hier blieb Zeit für ein Mittagessen und einen Stadtrundgang sowie einem Besuch auf den Perlachturm. Für einen Euro darf der Besucher hier die 300 Stufen erklimmen um eine – trotz schlechtem Wetter – tolle Aussicht zu geniessen. Im Anschluss betraten wir das Rathaus, wo besonders der Goldene Saal mit seinen Stuckaturen imposant daherkommt.

Nun ging es für uns mit der S-Bahn zum Stadion. Zum Spielbeginn versammeln sich hier 28'511 Zuschauer, davon circa 800 Gäste aus Hannover. In einem Spiel, das der FCA diktiert, gewinnen die Hannoveraner aufgrund ihrer Effizienz mit 0:2. 14 Eckbälle und die Chancenüberlegenheit bringen den Augsburgern keinen Profit ein – oder wie FCA-Spieler Jan Callsen-Bracker nach dem Spiel sagt: "Der Fussballgott war dieses Mal nicht auf unserer Seite"


FC Augsburg – FC Schalke 04 (26.01.13)

Schon früh war mir klar, das ich einmal ein Spiel in der Bundesliga sehen möchte. Ende Januar 2013 habe ich mir diesen Wunsch erfüllt und bin gemeinsam mit einem Schulkollegen mit dem Zug nach Deutschland gefahren, um mir das Spiel zwischen dem FC Augsburg und Schalke 04 anzuschauen. Bei Minustemperaturen sahen wir gemeinsam mit den 28’553 Zuschauern wie sich die Mannschaften torlos 0:0 trennten, wobei das Heimteam deutlich mehr vom Spiel hatte. Die grösste Chance vergab Sascha Mölders in der 69. Minute, als er nur den Pfosten traf. Die Begegnung hatte spielerisch kaum Höhepunkte zu bieten und lebte eher von der Spannung und vom Kampf.

Das Stadion, das den Namen SGL Arena trägt, wurde 2009 eröffnet und die Kosten für den Bau beliefen sich auf 45 Millionen Euro. Es ist das erste klimaneutrale Fußballstadion der Welt. Nach einem schönen Tag im Süden Deutschlands ging es am Abend zurück in die Schweiz. Den einzigen Wermutstropfen stellte das fehlende erste Bundesliga-Tor dar.