Das Fischerdorf Tjornuvik am Ende der Küstenstrasse, der Blick vom Gonguturur auf das Meer, die Hänge bei Vidareidi mit dem markanten Malinsfjall oder eine Gratwanderung entlang des Klakkurs oberhalb von Klaksvik – die Färöer bieten weit mehr als eine Fülle an steilen Klippen und Basaltbergen mit eindrücklichen Lavaschichten. Wären da nicht die Gebühren für die Wanderwege, die Lachszucht und die traditionelle Treibjagd auf Grindwale, liesse sich die Inselgruppe beinahe uneingeschränkt als lohnender Flecken Erde empfehlen. Sehenswert ist hier sogar ein Tunnel: ein Unterwasserbau mit Kreisverkehr und spezieller Beleuchtung.

Der besagte Tunnel verbindet die Hauptstadt Torshavn mit Toftir auf der Insel Eysturoy, wo eine weitere Sehenswürdigkeit liegt. Die Rede ist vom Svangaskard, dem einzigen zugelassenen Austragungsort für Länderspiele neben dem Nationalstadion Torsvollur in der Hauptstadt. Die Heimat von B68 Toftir liegt pittoresk über dem Meer, für den Bau wurde einst gar eine Bergkuppe weggesprengt. In den Genuss dieser einmaligen Aussicht kam 2002 auch schon der FC St. Gallen, als er in der 1. Runde des Intertoto-Cups auf den Färöern gastierte und einen souveränen 6:0-Erfolg verbuchte.

Ein internationales Aufeinandertreffen gibt es heute nicht, doch das Derby zwischen Toftir und dem Nachbarort Runavik sorgt immerhin bei den kleinen Fangruppen auf der Gegentribüne für erhöhten Puls. Letztere ist unter den 400 Zuschauern in der Überzahl und unterhält zeitweise gar mit einer färöischen Version von «Un giorno all’improviso». Beim Gastspiel des Tabellenzweiten werden Toftirs «Reydi Pantarin» (Rote Panther) gezähmt und unterliegen Lokalmatador Runavik mit 1:3.