Wie Perlen an einer Kette reihen sich im Südwesten Islands die Städte aneinander. Wer von Hafnarfjördur nordwärts fährt, passiert binnen weniger Kilometer erst Gardabaer, dann Kopavogur, ehe er in Reykjavik landet. Die Region, in der zwei Drittel der isländischen Bevölkerung lebt, ist längst zusammengewachsen – und auch die «Robbenbucht» Kopavogur, eine Landzunge südlich der Hauptstadt, ist Teil dieses Ballungsraums.
Wo einst junge Seehunde verweilten, leben heute vor allem Pendler. Mit Breidablik ist auch der amtierende Fussballmeister und zugleich grösste Sportverein Islands dort ansässig. Er zählt über 3000 Mitglieder, umfasst zwölf Abteilungen und lässt sich mit «glänzender Weitblick» übersetzen. Hört man sich im mit Pokalen dicht bestückten Vereinsheim bei anderen Fotografen um, wirkt der Name passend – dem Klub scheint dank seiner starken Nachwuchsarbeit eine verheissungsvolle Zukunft bevorzustehen.
Breidablik verkörpert derzeit mit Valur Reykjavik die Spitze des isländischen Fussballs und steht mit durchschnittlich zwei Punkten pro Spiel aktuell auf dem zweiten Platz der «Besta deild». Er war zudem der erste isländische Klub, der in eine Gruppenphase eines UEFA-Klubwettbewerbs – der Europa Conference League 2023/24 – einzog. Auch das Heimspiel vor 619 Zuschauern gegen Vestri bestimmen die Gastgeber klar, trotz der Doppelbelastung unter der Woche, wo mit Lech Poznan ein harter Brocken in der Qualifikation zur Champions League wartet. Das 1:0 ist hochverdient und fällt gemessen am Spielverlauf deutlich zu tief aus – eine Tatsache, die beim Hinausgehen auch die wenigen mitgereisten Fans aus Isafjördur anerkennen.






















