Groundhopping

Crusaders FC – Dungannon Swifts (26.03.16)

Stets hinter den beiden grössten Vereinen der Stadt, Glentoran und Linfield angesiedelt, avancierten die Crusaders in der jüngsten Vergangenheit zum Aushängeschild im nordirischen Ballsport. Zwei Mal in Folge konnte nun schon der Meisterpokal in die Höhe gestemmt werden und die Rot-Schwarzen, dessen Name ein Tribut an die christlichen Kreuzfahrer sein soll, durften damit sogar schon europäische Luft schnuppern.

Auch in der laufenden Spielzeit hat man den Platz am oberen Tabellenende inne und könnte mit einem Sieg gegen die Mannschaft aus dem Landesinnere den Vorsprung sogar ausbauen. Ausbauen liesse sich auch die heutige Spielstätte, die neben einer Haupttribüne auf Höhe der Mittellinie noch über zwei Hintertortribünen sowie eine leicht versetzte Gegentribüne verfügt. Wird der nordirische Fussball aber nicht rasant populärer reicht die Anlage völlig aus, vor allem wenn wie am heutigen Tage bei den garstigen Bedingungen sich nur gerade 820 Zuschauer ins Seaview Stadium verirren. Die wenigen, welche der eiskalten Bise und dem peitschenden Regen trotzten, sahen ein ungefährdetes 2:0 für den Favoriten. Unterhaltung bietet nicht nur die gute Lage mitten in einem Quartier, sondern auch noch der Gästetorwart. Dieser war mit seiner Hintermannschaft nicht zufrieden und ging mit den einzelnen „Übeltätern“ ziemlich hart ins Gericht; wenn nötig wurde sein Wille auch über den physischen Weg an den Mann gebracht.

Geholfen hatte es wie gesagt wenig, sodass es keinen Grund mehr gab, hier länger zu verweilen. Den Abend verbrachten wir darauf gemeinsam in der Innenstadt und nach einer kurzen Nacht reisten Flavio und Ich wieder zurück in die Heimat, während der Dritte im Bunde noch einen Tag länger blieb, um die Basaltsäulen vom Giant’s Causeway bestaunen zu können.

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26. März 2016