Kommt es in der Grafschaft Dorset im Südwesten Englands zum «Ridgeway Derby», stehen sich die beiden Klubs aus Dorchester und Weymouth gegenüber. Gerade einmal zehn Kilometer trennen die 20‘000-Einwohner-Stadt vom deutlich grösseren und beliebten Ferienziel Weymouth.
Von der Küste hat sich denn auch eine vierstellige Anzahl Gäste auf den kurzen Weg an den südlichen Stadtrand von Dorchester gemacht, um dieses Lokalduell in der siebtklassigen Southern League Premier Division South zu verfolgen. Mit 4025 Zuschauern ist der Andrang gar so gross, dass die Partie eine Viertelstunde später angepfiffen wird. Platz bietet das sehenswerte Avenue Stadium aber ausreichend – sowohl auf der Sitzplatztribüne mit Giebeldach als auch auf den grösstenteils überdachten Stehtraversen. Nicht schlecht gestaunt habe ich, als ich an mehreren Stellen Werbung eines Schweizer Unternehmens aus meinem Arbeitsort entdeckte, das tatsächlich eine UK-Niederlassung in Dorchester betreibt und dort – wie auch in der Heimat – den lokalen Fussball unterstützt.
Eine gute Sache, denn der von den Fans geführte Verein blickt mit dem Gründungsjahr 1880 auf eine lange Tradition zurück. Im Derby erwischen die «Magpies» (Elstern) trotz der Verzögerung den besseren Start und bejubeln vor eigenem Anhang einen emotionalen Führungstreffer. Favorit Weymouth dreht die Partie jedoch mit einem Doppelschlag innert vier Minuten in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit noch vor dem Seitenwechsel. Beim 1:2 aus Sicht von Dorchester Town bleibt es bis zum Schlusspfiff – auch, weil die Gastgeber einen Penalty verschiessen.











