Einen ganzen Sommer verbrachte ich mit den Ultras der «Brigata Curva Sud» des indonesischen Fussballvereins PSS Sleman. Während drei Monaten lebte ich im gleichnamigen Regierungsbezirk auf der Insel Java und lernte Menschen und ihren Alltag kennen, die ihr Leben der Perserikatan Sepakbola Sleman – der Fussballvereinigung Sleman – verschrieben haben. Mit ihnen besuchte ich die Heimspiele von PSS und reiste für Auswärtsspiele nach Bali, Borneo oder Sumatra. Ich erlebte brenzlige Situationen im Bus, emotionale Heimsiege und tragische Niederlagen in der Nachspielzeit.

Herausgekommen ist das 188-seitiges Buch «Ein Sommer mit Sleman» im B&P Verlag aus Deutschland, der bekannt ist für die Publikation von «Blickfang Ultrà» sowie diverser Bücher internationaler Autoren im Fussball-Genre. Doch «Ein Sommer mit Sleman» ist mehr als nur ein Buch über Fussball: Es erzählt Geschichten aus einer uns fremden Kultur, gewährt dank vielen Bildern exklusiven Einblick ins indonesische Fandasein und setzt sich humorvoll – und doch kritisch – mit der Frage auseinander, was es für Fussballfans weit entfernt von den Ursprüngen dieser Subkultur bedeutet, Ultrà zu sein. Von jedem Buch geht ein Teil der Einnahmen an die Brigata Curva Sud. Diese vereinigt als Dachorganisation sämtliche Fangruppen in Sleman und nimmt – besonders in Zeiten von Covid-19 – wichtige Rollen in der Gemeinschaft wahr.

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Klappentext:

Mehr als eine Viertelmilliarde Menschen – über drei Prozent der Weltbevölkerung – leben in Indonesien. Allein 32 Millionen davon wohnen in der Metropolregion Jakarta. Die Hauptstadt liegt auf Java, der bevölkerungsreichsten von über 17‘000 Inseln. Indonesien ist ein Land der Extreme, mag es für uns in Europa noch so unscheinbar sein.

Das tägliche Leben gleicht einem Überlebenskampf. Sei dies auf den Reisfeldern, im Strassenverkehr oder im Fussballstadion. Eines dieser Stadien liegt in Sleman, einem Regierungsbezirk im Herzen Javas. Es ist die Heimat der Brigata Curva Sud, den Ultras der PSS Sleman.

Woche für Woche begleiten sie ihren Verein zu den Spielen, stehen auf bröckelnden Stufen, blicken zwischen Stacheldrahtzäunen hindurch auf staubige Spielfelder und in die Gesichter grimmiger Polizisten – unsicher, ob sie alle wieder gesund nach Hause kommen. Dieses Buch erzählt die Geschichten, die ein Sommer unter ihnen geschrieben hat.

«Eine unterhaltsame, tagebuchartige Reise ins Fussballherz Indonesiens, während der auch der eigene, «westliche Blick» immer wieder kritisch hinterfragt wird.»
Saiten – Ostschweizer Kulturmagazin

«Indonesiens Fanszenen haben im letzten Jahrzehnt viele Fussballreisende begeistert – dennoch ist über ihr Innenleben wenig bekannt. Andrin Brändle hat einen Sommer mit den Ultras der PSS Sleman verbracht. Die eindrücklichen Erzählungen davon erzeugen ein aufregendes Kopfkino.»
SENF – Das St. Galler Fussballmagazin