Groundhopping

Eintracht Frankfurt – SV Werder Bremen (23.02.14)

Während der FC Bayern München die Meisterschaft ziemlich unspannend macht, präsentiert sich der Abstiegskampf dafür umso spannender. Von Rang 12 bis 18 gibt es nur 8 Punkte Differenz, zum Relegationsplatz sind es für den Zwölfplatzierten sogar nur halb so viel, nämlich 4 Punkte. Auch zu den „Abstiegsanwärtern“ gehören die Tabellennachbarn Eintracht Frankfurt und die SV Werder Bremen. Für beide also ein Spiel von grosser Bedeutung, zumal es nun langsam in die entscheidende Phase übergeht.

Bereits in den Anfangsminuten wurde allen der 44’300 Zuschauer klar, dass beide Teams in diesem Spiel nicht all zu viel Risiko eingehen wollen. Nicht gerade die spannendste Ausgangslage für einen (neutralen) Groudhopper, denn die Chancen blieben lange Zeit Mangelware. Optisch gesehen konnte die Sportgemeinde in der Anfangsphase etwas mehr überzeugen, ohne dass jedoch etwas Zwingendes dabei herausschaute. Die Atmosphäre war, wie für Frankfurt gewohnt, stimmungsvoll und auch die zahlreichen Gästefans gaben ihr Bestes, um mindestens auf den Rängen Bundesliga-Feeling zu verbreiten. Aus Schweizer Sicht gab es Erfreuliches zu vermelden, denn Pirmin Schwegler trägt nach Absenz nun wieder die Captainbinde bei den Adlern. Die Überlegenheit der Hausherren wurde durch eine gelb-rote Karte in der 34. Minute gegen Kroos begünstigt. Eine kleine Randnotiz: Bei Kroos handelt es sich nicht um den Spieler der Bayern, sondern „lediglich“ um dessen 14 Monate jüngeren Bruder Felix. Diese nummerische Überzahl wussten die Frankfurter mindestens bis zur Pause hin jedoch noch nicht in Tore umzumünzen.

Auch bis tief in die zweiten Halbzeit wollte der Ball den Weg ins Tor nicht finden. Trotz guten Chancen für die Eintracht stand es bei Anbruch der Schlussviertelstunde immer noch 0:0. Die Uhr spielte gegen die Gastgeber, die verzweifelt den Weg zum Tor der gut verteidigenden Norddeutschen suchten. In der 88. Minute dann die grösste Chance für den torgefährlichen Alex Meier, der mit seinem Kopfball an den Aussenpfosten jedoch auch nichts mehr an Frankfurts erster Nullnummer der Saison ändern konnte.

Das 0:0 Unentschieden nützte beiden Mannschaften nicht wirklich viel, trotzdem freute sich der Bremer Anhang über den einen Punkt, den ihre Mannschaft heute in der schönen und modernen Stadt am Main mit einer kämpferischen Leistung geholt hat.

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23. Februar 2014