Dasaki Achnas klingt zunächst wie das neueste Modell eines japanischen Elektroautoherstellers. Tatsächlich handelt es sich jedoch um die Heimat des zypriotischen Erstligisten Ethnikos Achnas. Ursprünglich war der Verein in Achna/Düzce angesiedelt, einem türkisch geprägten Dorf im Norden Zyperns, das einige Kilometer oberhalb liegt und mittlerweile verlassen ist.
Eine weitere Gemeinsamkeit mit dem vorher besuchten Klub Nea Salamis Famagusta stellt das Stadion dar: Auch hier ist die Spielstätte auf drei Seiten ausgebaut und stark überdimensioniert. In Dasaki Achnas ist die Kapazität gar doppelt so hoch wie die Einwohnerzahl des Dorfes. An diesem Abend ist es mit rund 800 Zuschauern gefüllt – die Hälfte davon stammt aus Limassol, dazu ein paar Katzen, die auf der Insel übrigens zahlreicher vertreten sind als die Menschen.
Die entsprechend triste Atmosphäre wird immerhin durch die Gruppe Gate 1 etwas belebt. Knapp 100 aktive Fans sammeln sich hinter einer Limassol-Zaunfahne und nutzen die Partie für langgezogene Melodien begleitet von eingängigen Trommelrhythmen. Der Erzrivale von AEL präsentiert sich beim 0:1 aus Sicht der Gastgeber insgesamt solide und erinnert mich bisweilen an italienische Fanszenen – ein Fest auf den Sitzschalen, allerdings ohne grossen optischen Anspruch.




