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FC Basel II – FC Breitenrain (14.10.15)

Das Kellerduell der Basler Jungspunde und dem FC Breitenrain aus der Hauptstadt sollte mir die Möglichkeit bieten, dem neualten Zuhause der Rheinstädter einen Besuch abzustatten. Nach der Renovierung gibt es hier nämlich eine neue Tribüne zu bestaunen, deren Sitzmöglichkeiten in einem hellen Blauton gehalten sind. Eintritt braucht man für diesen drittklassigen Kick wie seit jeher beim Nachwuchs der Bebbi auch in der neuen Heimat nicht zu berappen.

Diese Geste ist aber auch ziemlich angemessen, zumal sich das Gezeigte auf einem äusserst bescheidenen Niveau einpendelt. Die stets bestehende Hoffnung auf einen Abstieg einer weiteren Zweitmannschaft wurde mir spätestens nach einer guten halben Stunde genommen, als ein FCB-Talent aus grosser Entfernung sehenswert zum 1:0 ins Gehäuse traf. Schlussendlich blieb es beim knappen Heimsieg, da vom ehemaligen Ligamitfavoriten aus der Berner Innenstadt erschreckend wenig kam und lediglich die „Anhängerschaft“ der Gästeequipe in (schlechter) Erinnerung bleiben wird. Eine kleine Sektion Senioren als Pendant zum bekannten Kutten-Support von „Basel 2“, die mit Lieder wie „Yuppi ja ja Yuppi Breitenrain“ glänzten. Da kommt mir ja glatt die Galle hoch.

Zugegen am kalten Abend waren heute knapp 120 Zuschauer, die wie eingehend erwähnt keinen Eintritt zu entrichten hatten, da die erste Mannschaft durch die fehlende Konkurrenz und den folglich internationalen Auftritten wohl derart viel Geld generiert, dass man auf dieses Nebeneinkommen getrost verzichten kann.

Von der Kälte getrieben machte ich mich nach dem Schlusspfiff zügig auf den Weg zurück in die heimische Romandie. Mit dabei einerseits die Gewissheit, der Komplettierung drittklassiger Spielstätten nun erstaunlich nahe zu sein, andererseits das zufriedene Gefühl, nicht wie am Vorabend in Payerne beim dritten Versuch (!) die Anlage zu kreuzen auf den Nebenplatz verwiesen zu werden.

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14. Oktober 2015