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FC Basel II – SR Delémont (08.03.14)

Mit der zweiten Garde des FCB und der Sportvereinigung aus Delsberg treffen heute an diesem sonnigen Frühlingsnachmittag zwei Tabellennachbarn in der höchsten Amateurstufe, der 1. Liga Promotion, aufeinander. Ganz im Gegensatz zur Reserve der Basler, die nicht allzu viel Erfolge aufweisen kann, hat der heutige Gegner aus der jurassischen Hauptstadt bereits einige Male Nationalliga A Luft geschnuppert. Seit dem Abstieg aus der Challenge League im Jahre 2012 ist man nun wie bereits erwähnt drittklassig. Dies entspricht natürlich nicht so ganz nach dem Gusto der Delsberger, die darum hier einen Sieg anstreben um sich so der Spitze zu nähern.

Von den guten Wetterverhältnissen beflügelt fanden die Hausherren sichtlich besser ins Spiel. Eine erste Grosschance vergaben sie dann in der 15. Minute, als nach einem Querpass dem Basler Pechvogel eine halbe Schuhgrösse fehlte, um den Ball im leeren Tor zu versenken. Allgemein war das Spiel attraktiv und abwechslungsreich. Delémont wurde stärker und ging in der Folge durch eine Standardsituation in Führung, doch das Tor wurde aufgrund einer vorliegenden Abseitsposition nicht gezählt.

Die Führung für die Gäste war dann aber wenige Zeigerumdrehungen später trotzdem Tatsache, wobei das Ganze ziemlich unglücklich zustande kam. Der Ball kam nämlich zu Basels Verteidiger Marko Drakul, der sich dann als hinterster Mann jedoch ohne gegnerischen Einfluss verletzte und so den Jurassiern die Chance bot, alleine auf den Kasten von Goalie Salvi loszuziehen. Das 1:0 durch Patrick Ferreira in der 31. Minute war dann also die logische Schlussfolgerung daraus. Unglücklicherweise verletzte sich der Baselspieler bei dieser Aktion so fest, dass er wenig später vom Rettungswagen abtransportiert werden musste. Die Heimtruppe, die ein Durchschnittsalter von lediglich 18.5 Jahren aufweist, vermochte vor dem Seitenwechsel nicht mehr zu reagieren. Trainer und Ex-YB Spieler Thomas Häberli im Dienste der Rheinstädter war also gefordert, wenn hier noch der eine oder andere Zähler herausschauen sollte.

Die zweite Halbzeit begann wiederum mit einem Paukenschlag oder besser gesagt mit einem grossartigen Reflex von Baselgoalie Salvi, der ein Eigentor gerade noch verhindern konnte. Zu diesem Zeitpunkt war der zweite Abschnitt noch nicht einmal eine Minute alt. In der Folge büsste die Partie etwas an Attraktivität ein, was die Möglichkeit bot, den Blick nun einmal auf die Zuschauer zu richten. Auf einer Hintertorseite hatten es sich ein paar Herren gemütlich gemacht, die sich durch Zaunfahnen als Fans der zweiten Garde der Basler zu erkennen gaben. Auch die Gäste hatten einen Hardcorefan zu verzeichnen, der sich zugleich auch noch als Sportjournalist und Fussballexperte übte. Nach einer ruhigeren Phase wurde es dann noch einmal laut, als Michael Weber in der 75. Minute sehenswert per Seitfallzieher zum 1:1 Ausgleich traf. Nur drei Minuten später waren es erneut die Basler, die  durch den Flachschuss von Flavio Piperno nun sogar mit 2:1 in Führung gingen. Das Heimteam kehrte das Spiel also innerhalb von drei Minuten, ganz nach dem Geschmack der 250 anwesenden Zuschauern.

Die Basler konnten sich zum Schluss der Partie bei ihrem Torhüter bedanken, der jegliche Grosschancen der anrennenden Gäste zunichte machte. Es blieb also beim etwas glücklichen 2:1 für die Heimmannschaft.

Gespielt wurde im Rankhof, ein Stadion im Hitzbrunnenquartier, unweit des Rheins. Das Stadion erinnert ein bisschen an die neue Heimstätte des FC Wil, die auch über drei Stehtraversen und eine Haupttribüne verfügt. Einen Gästeblock gibt es hier nicht explizit, es hat mehr als genug Platz auf den 8 Stufen rund um das Spielfeld. Bei der Tribüne gibt es speziell zu erwähnen, dass sie „auf Stelzen steht“. Unter der Tribüne ist noch das Vereinsheim mit Bistro zu finden. Eintritt wurde keiner bezahlt.

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8. März 2014