Groundhopping

FC Bizau – FC Langenegg (04.05.16)

In den Tiefen des Bregenzerwaldes ist eine besondere Stadionperle zu finden, die manchen Freund des runden Leders in den Zustand eines Pathos versetzt. Die Rede ist vom Bergstadion im Dörfchen Bizau, welches als Heimstätte des dort ansässigen Viertligisten dient. Bereits über lange Zeit hatte ich jene Spielstätte dann auch schon im Visier. Am heutigen Mittwoch bei einem Spielstag unter der Woche bot sich nun die Möglichkeit, zusammen mit Kollege Adrian den offenen Punkt auf der „To-Do-Liste“ abzuhaken. Bis in die Grenzregion befand sich unser Duo gut im Zeitplan, ehe durch einige Staus das Zeitpolster nach und nach arg dahinschmolz. Für den Anpfiff würde es nun sicherlich nicht mehr reichen und meinen Berechnungen zufolge, sollten bei der Ankunft bereits nur noch eine Stunde zu spielen sein.

Nach Dornbirn konnte aber staufrei durch die gebirgige Gegend gekurvt werden und da ich mich bei der Anspielzeit (zu unseren Gunsten) um eine Viertelstunde verguckt habe, war gerade einmal die neunte Spielminute angebrochen, als wir am Stadioneingang eintrafen. Einlass wird einem hier für ein Entgelt von sechs Euro gewährt. Danach darf sich der Zuschauer im Areal frei bewegen, wobei hier keiner ebenerdig zuschauen muss. Im Gegenteil, wer will, darf auf der Naturtribüne Platz nehmen und geniesst dabei einen bestechenden Panoramablick auf das in den Berg gemeisselte Spielfeld und die österreichische Bergwelt. Bei sonnigem Wetter haben sich am heutigen Abend stattliche 600 Zuschauer in diesem Prachtsexemplar von Stadion eingefunden und sehen eine ausgegliche Partie, welche durch einen sehenswerten Volleytreffer der Gastgeber so richtig lanciert wird. Allgemein ist das Gezeigte äusserst kurzweilig anzusehen. Der Derbygegner aus Langenegg kann in der Folge noch ausgleichen, was zum gerechten 1:1 Endstand führt. Überzeugen tut hier nicht nur das freundliche Ambiente und die Aussicht, sondern auch das Catering. Neben einer Schar Junioren, welche mit dem Satz „Brötle oder Säftle, wer kunnt mit uns ins Gschäftle?“ umherziehen, lässt einem auch das reichhaltige Essensangebot im Clublokal das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Definitiv ein Geheimtipp dieses Bizau! Nach Spielschluss folgte für unser Duo die problemlose Heimfahrt, sodass man rechtzeitig zur Schlussphase des Halbfinals der Königklasse wieder auf dem heimischen Fauteuil sass.

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29. Mai 2016