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FC Fribourg – FC Köniz (21.07.15)

Die „Pre-Season“ nimmt kein Ende! Überall werden Spieler getestet, Benefizspiele ausgetragen oder Stadien eingeweiht. Diese Art von Events gehören ja nur bedingt zu meinem eigentlichen Beutesschema und doch führt man sich in letzter Zeit vermehrt sogenannte Sinnlos-Kicks zu Gemüte. Auch heute wieder, wo der FC Köniz in der Hitzehölle von Fribourg zu Gast sein sollte. Die Gastgeber tragen übrigens den Spitznamen „die Pinguine“ der bei den heutigen Temperaturen jedoch mehr als gänzlich unpassend ist. Etwa so gut wie Pinguine kamen bei diesem Wetter die Gäste zu Recht, die sich trotz ebenfalls schwarz-weissen Klubfarben gegen den unterklassigen Gegner mehr als schwer taten. Das starke Heimteam brauchte eine gute halbe Stunde, ehe sie die spielerische Überlegenheit in ein erstes Tor umzumünzen wusste. Bei der 1-Tore-Führung blieb es schlussendlich auch bis zum Pausenpfiff, nachdem die Könizer noch vom Punkt aus gesündigt hatten.

Auch im zweiten Durchgang blieb der Viertligist das tonangebende Team und dominierte die zweitbeste Amateurmannschaft des letzten Jahres beinahe nach Belieben. Es folgten zwei weitere Tore für die Hausherren, ehe der Höllenritt nach dem 3:0 aus Sicht der Berner Gäste endlich ein Ende nahm. Da hat jemand noch mächtig Aufholbedarf, will er bis zum Saisonbeginn wieder auf Augenhöhe mit Servette und Co. um den Aufstieg in den Profifussball spielen. Heute wird es wohl bei der Ausrede bleiben, dass einem die 35 Grad doch arg gebeutelt haben. Die 100 Zuschauer vor Ort können dem jedenfalls attestieren, da habe ich tatsächlich schon angenehmere Fussballabende erlebt.

Trotzdem ein geglückter Ausflug in die fribourgische Kantonshauptstadt, dessen Stadion etwas speziell an den Hang gebaut worden ist und neben einer überdachten Tribüne mit blauen Sitzschalen vor allem über genug Platz auf den nebenanliegenden Stehstufen bietet.

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21. Juli 2015