Groundhopping

FC Saint-Louis Neuweg – FC Villefranche (09.04.16)

Zur Feier des Tages wartete nun ein Spiel im Ausland auf Erledigung, wobei gesagt werden muss, dass es sich hier zweifelsfrei um den wohl „billigsten Auswärtsground“ handelt, der mir so auf die Kürze hin einfällt. Das „Stade de la Frontière“ liegt nämlich, wie der Name schon erahnen lässt, lediglich einen Steinwurf von der Schweizer Grenze weg und ist mit dem Basler Tram, welches unmittelbar vor dem Zoll hält, in knapp zehn Minuten Fahrzeit äusserst schnell und bequem zu erreichen. Die Grenze als letzter allfälliger Spielverderber wurde problemlos und ohne Kontrolle passiert, sodass wir einige Augenblicke später, nach einigen Talern zur Entlöhnung, nun im Stadion vom heutigen Endboss standen. Dieses präsentiert als moderne Tribüne mit integriertem Clubhaus. Hier wurde natürlich umgehend die landestypische Merguez, verglichen mit den beiden vorherigen Spielen in der Schweiz natürlich zu absoluten Spottpreisen, geordert.

Die heute anstehende Affiche im CFA (Championnat de France amateur de football) also der höchsten Spielklasse des Landes, in welcher die Akteure ihrem Sport nur in der Freizeit nachgehen, verspricht sportlich nur bedingt Spannung. In der Tabelle wird nämlich weder der Gastgeber noch der Verein aus dem Vorort von Nizza direkt mit dem Abstieg konfrontiert sein. Allerdings präsentiert sich auch nach oben hin die Ausgangslage ähnlich aussichtslos. Trotz diesen Umständen liessen sich auch hier rund 200 Zuschauer für den Kick begeistern. Die Gastgeber waren über 90 Minuten das bessere Team und gingen dank einem Eckball in Führung. Nach dem Seitenwechsel konnte der Vorsprung mithilfe eines Foulelfmeter weiter ausgebaut werden, sodass der Anschlusstreffer zum 2:1 ohne grosse Beunruhigung spüren zu müssen, entgegengenommen werden konnte.

Der Name und das Gründungsjahr (1990) lassen erahnen, dass es sich beim heutigen Heimteam um eine Fusion handelt. Sportlich ist der FC Saint-Louis Neuweg zurzeit auf seinem Höhepunkt, nachdem er in der Vorsaison erst den Sprung in die vierte Liga geschafft hatte.

Nach Spielschluss stand die lange und mühsame Reise zurück in die Schweiz an, ehe in Basel der Zug zurück in die Gallusstadt geentert werden konnte. In St. Gallen angekommen, wählte ich den direkt Nachhauseweg, da am Folgetag der Ausflug zum Derby in Offenbach anstand, während Flavio sich noch „ein wenig“ in der Innenstadt vergnügen wollte.

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1. Mai 2016