Groundhopping

FC Schweinfurt – FC Nürnberg (11.07.15)

Tag zwei der Tour durch das Bundesland Bayern stand an. Ziel des heutigen Tages die ehemalige DDR-Grenzstadt Schweinfurt. Nach einem ausgiebigen Frühstück machte man sich dann auch gleich auf den Weg und erreichte nach etwas mehr als dreistündiger Fahrt mit Umstieg in Nürnberg ziemlich genau zur Mittagszeit das Tagesziel. Um ehrlich zu sein, wirklich sehenswert ist die Stadt nicht. So schlimm wie der Name es erahnen lässt ist das Ganze aber auch nicht. Von unserem Panoramahotel aus hatten wir zudem eine schöne Aussicht über das städtische Zentrum der Heimat des Regionalligisten. Dieses wurde dann auch am Nachmittag aufgesucht, da der Kick gegen den Glubb erst am späten Nachmittag über die Bühne gehen sollte. Anlass für das Testspiel war übrigens das 110-jährige Jubiläum des lokalen Fussballclubs.

Wirklich viel kann man allerdings auch hier nicht machen wenn man vom Shoppen und von den Strassenbistros absieht und so landete man zeitig vor den Toren des Willy-Sachs-Stadions. Im Bus dorthin werden die Namen der Haltestellen übrigens von Schulkindern vorgelesen, was doch recht speziell tönt, wenn man es das erste Mal hört.

Tickets für den Test konnten bereits im Voraus über das Web zu günstigen Konditionen erworben werden. Zwar wieder zwei Stehplätze, da die weitläufige Anlage aber derart viel an Platz hergibt, konnte man sich sogar auf die Stehstufen setzen und im Schatten das Spielgeschehen mitverfolgen. Der Schatten stammt vom natürlichen Dach, welches die Anlage mit ihren Bäumen rund ums Spielfeld doch recht charmant und sehenswert macht. Spielerisch kann man heute zumindest ein wenig der Hitze die Schuld geben, trotzdem war das Gezeigte vor 2’612 Zuschauern äusserst mager. Immerhin endete das Ganze nicht torlos, denn Rurik Gislason im Dienste der Nürnberger traf in der 25. Minute zum späteren Schlussstand von 0:1. In der Folge liessen die Hausherren einige Chancen aus, ehe auch die Gäste nochmals sündigten, diesmal sogar vom Punkt aus. Kurz nach sieben Uhr war Schluss und wir machten uns auf den Weg zur Bushaltestelle, wo man lange Zeit vergebens auf einen Bus wartete. Schlussendlich musste man die drei Kilometer dann zu Fuss in Angriff nehmen, was zumindest in der momentanen Situation etwas unglücklich ist.

Am Tage darauf folgte die knapp 9-stündige Heimfahrt, welche früh morgens mit der Erfurter Bahn begann und am späten Nachmittag mit der Busfahrt bis praktisch vor die eigene Wohnungstür beendet wurde. Zwei Regionalliga-Grounds mit interessanten Gegnern gekreuzt und auch sonst bleibt eine gelungene Tour mit vielen Lachern in Erinnerung.

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11. Juli 2015