Groundhopping

FC Seuzach – GC Zürich (17.09.16)

Der Schweizer Cup wurde in dieser Runde zur Stillung der persönlichen Hoppinggelüste missbraucht, da die eigene Mannschaft wiederum im fernen Le Mont aufschlagen muss und die lange Fahrt zumindest bei mir nicht mehr ähnlich viel Begeisterung hervorruft, wie noch beim letzten Mal. Um es vorweg zu nehmen, es gab tatsächlich nur einen wenig überzeugenden Zittersieg in der Westschweiz.

Daher galt es nun, günstige Alternativen zu suchen. Unterstützt wurde das Unterfangen durch den Umzug des Begleiters in die grösste Stadt der Schweiz. So wohnt Namensvetter Schenk seit neustem nämlich im Herzen der Stadt Zürich und bot sein neues Zuhause als Übernachtungsmöglichkeit an. Auf Umwegen wurden schliesslich zwei Pokalspiele für das Wochenende auserwählt, wobei bei beiden Partien jeweils ein Viertligist einem Erstligisten gegenübersteht. Am Samstag war dies die Partie in Seuzach, wo mit den Zürcher Grasshoppers der «grosse Nachbar» auf die Feierabendkicker vom FCS trifft. Mit einer Presseakkreditierung ausgestattet, setzten wir also nach der Ankunft im Dörfchen unseren Weg, umringt von Anhängern der Blau-Weissen, in Richtung Sportplatz Rolli fort.

Im Pressebereichs des Vereinsheimes trafen wir wenig überraschend wieder einmal auf «Kommentatorenlegende» Beni Thurnherr, der bei seinem Heimatverein noch immer Mitglied ist und sich besagte Partie natürlich nicht vorenthalten liess. Ebenfalls hier auf dem Matchblatt abzulesen war die Tatsache, dass die vorzufindende Altersspanne bei beiden Teams wider Erwarten ähnlich breit sein würde, da Rekordmeister GC seinen Sprösslingen eine Chance geben wollte. Als die Partie schliesslich angepfiffen wurde, präsentierte die mitgereiste Anhängerschaft der Hüpfer ein Rauch-Intro mit einem Spruchband und der darauf geschriebenen Forderung, dass der Cupfinal nach Bern gehöre. Auf der Heimseite wurden diese nervigen Klatschpappen verteilt, die von der Mehrheit der 3’500 Zuschauer auf dem ausverkauften Sportplatz aufs Nervigste penetriert wurden. Abseits davon wirklich nochmals ein herzliches Dankeschön an den gesamten FC Seuzach. Supersympathische Organisation.

Ein Cupwunder blieb am heutigen Tage leider aus, sodass die Stadtzürcher, auf dessen Seite auch der eher parteiische Schiedsrichter stand, schliesslich mit 1:4 Toren als (zu) klarer Sieger vom Platz gingen.

Tags :
28. Oktober 2016