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FC Viktoria Plzen – FC Vysocina Jihlava (13.04.14)

Die Stadt Pilsen als Hauptort der Region Böhmen im Westen des Landes erfreut sich internationaler Bekanntheit. Grund dafür ist nicht nur der lokale FC Viktoria, der immer wieder in der Champions League spielt, sondern das lokale Bier und die Automarke Skoda.

Heute trifft der lokale Verein auf die Mannschaft vom FC Vysocina Jihlava, der im im Süden des Landes zu Hause ist. Angesichts der Tabelle scheint es eine klare Angelegenheit zugunsten der Gastgeber: die Heimmannschaft gilt als erster Verfolger von Leader Sparta Prag, die Gäste liegen im Mittelfeld der Tabelle. Den zweiten Rang belegt Pilsen auch in der nationalen Zuschauerstatistik und so sind auch heute 10’846 Zuschauer vor Ort.

Die erste Chance erspielten sich die Gastgeber bereits nach zwei Spielminuten, danach blieb es lange Zeit ruhig. Das Highlight setzten die Heimfans mit einem humorvollen Protest gegen Miroslav Pelta, den Präsidenten des tschechischen Fussballverbands. Viktoria Pilsen war weiter überlegen, doch ein Tor blieb ihnen zumindest in der Halbzeit vergönnt. Und so nistete sich bei meinem Namensvetter und mir langsam die Angst vor einer Nullnummer ein, während wir die beste Klobasa unserer Reise genossen.

Doch das Heimteam belehrte mich 16 Sekunden nach Wiederanpfiff eines besseren! Michal Duris durfte zur Führung einschieben, nachdem der Ball glücklich zu ihm gekommen ist. Viktoria bleibt auch in der zweiten Halbzeit spielbestimmend und hat eine Viertelstunde vor Schluss die Chance, alles klar zu machen. Ihr Stürmer agiert beim Duell mit dem Goalie allerdings zu stümperhaft. Und so kamen die Gäste in der 83. Minute mit einer ihrer ersten guten Chancen völlig überraschend doch noch zum 1:1-Ausgleich. Ihr Stürmer verwertete eine Flanke mit dem Kopf. Mit dem Unentschieden verpasste es das zweitplatzierte Pilsen, den Rückstand auf Leader Prag zu bewahren.

Heimat der Viktor ist die Doosan Arena, ein schmuckes Stadion unweit des Stadtzentrums. Ausser der Haupttribüne sind alle drei Seiten ziemlich neu und erinnern stark an das Skonto-Stadion in Riga. Und wie der Zufall es will, sind genau diese beiden Städte Europas Kulturhauptstadt 2014 und 2015.

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13. April 2014