Groundhopping

FC Wil – Servette FC (02.11.13)

Es gibt sie überall und eines haben sie fast immer gemeinsam. Sie sind sehr emotional. Genau, die Rede ist von den Derbys und für mich als St. Galler sind die Derbys gegen den FC Wil jeweils immer etwas ganz Spezielles. Im Moment jedoch spielt der FC St. Gallen in den oberen Reihen der Nationalliga A mit, wobei der FC Wil jeweils jedes Jahr wieder von neuem den Aufstieg in genau diese Liga anpeilt. Heute kommt der Gast aus Genf; und ja, genau dieser ist der Absteiger aus der Nationalliga A. Spannung ist bei diesem Duell also garantiert. Wer aber trotzdem noch mehr vom Derby wissen will ist hier richtig!

Der FC Wil hat auf die neue Saison hin ein neues Stadion an alter Wirkungsstätte bekommen, welches auf den Namen IGP Arena hört und 6’000 Zuschauern Platz bietet. Aufgeteilt sind diese Plätze auf drei Stehtraversen und eine mit Sitzschalen bestückte Haupttribüne. Gespielt wird auf Kunstrasen. Grund genug, dem eigentlichen „Rivalen“ einen Besuch abzustatten. Das Stadion ist sehr schmuck und auch die Grösse ist ideal für den FC Wil. Ein wirklich nettes Stadion, welches die Wiler Bevölkerung im Jahre 2010 mit 61 Prozent Ja-Stimmen in Auftrag gab.

Das Spiel begann für die Gäste aus der Romandie deutlich besser und so konnten die zirka 100 mitgereisten Fans bereits in der 14. Minute und einem Kopfballtor von Igor Tadic die 0:1 Führung bejubeln. Das Gegentor rüttelte die Wiler jedoch wach, welche nun endlich auch anfingen, Fussball zu spielen. Die logische Folge daher war der Ausgleichstreffer der Wiler in der 36. Minute. Nach einem Lattenschuss stand Ivan Audino goldrichtig und traf zum 1:1. Nach 42 Minuten dann das kurioseste Tor welches ich in meinem bisherigem Groundhopping-Leben gesehen habe. Servette Goalie Müller legte den Ball bereit für den Abkick auf den Boden und sah den von hinten kommende Audino nicht, welcher geschickt auf Martin Steuble zurück legte, welche keine Mühe hatte, ins leere Tor zum erstmaligen Führungstreffer für die Wiler zu treffen. Das 2:1 währte jedoch nicht lange. In der 44. Minute traf Geoffrey Tréand per Foulelfmeter zum 2:2 Ausgleich. Dem Penalty ging ein kurzes Zurückhalten eines Servettiens im Wiler Strafraum vor.

In der 2. Halbzeit neutralisierten sich die Mannschaften weitgehend und 1710 Zuschauer sahen nur noch wenige Torchancen. So war das Unentschieden, welches aus dem Spitzenkampf hervorging, absolut logisch und gerecht. Nach der flotten Partie ging es per Zug zurück nach St. Gallen.

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2. November 2013