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FC Wohlen – FC Vaduz (08.02.14)

Heute wurde so ziemlich in jedem Land der runden Kugel hinterher gerannt, so auch in England, wo Liverpool den Meisterschaftsanwärter Arsenal aus London gleich mit 5:1 demütigte. Wesentlich kleiner sieht es im aargauischen Wohlen aus, wo der gleichnamige Club zurzeit das Schlusslicht der Challenge League, der zweiten Schweizerischen Liga, bildet. Heutiger Gegner war mit dem FC Vaduz zudem der Leader und Aufstiegsanwärter Nummer 1. Keine einfache Aufgabe also. Aber vielleicht schafft ja Wohlen das gleiche was sich heute in Liverpool abgespielt hatte.

Die Anfangsphase deutete zumindest mal an, dass die Freiämter dem FC Vaduz das Ganze so schwer wie möglich zu gestalten versuchten. In der ersten Halbzeit hatten die Aargauer nicht weniger als fünf Torchancen zu verzeichnen, während Vaduz nur durch einen Standard in der 38. Minute erstmals richtig gefährlich wurde. So konnten die Liechtensteiner mit dem torlosen Unentschieden zur Pause mehr als zufrieden sein. Der eine oder andere Zuschauer wunderte sich dann auch, wenn man sich die Tabelle vor dem geistigen Auge noch einmal durchgehen lässt, denn es war eindeutig das Heimteam das in den ersten 45 Minuten den Ton angibt.

Die einen nutzten die Pause für eine heisse Wurst und ein Bier, ich jedoch nutze sie hier um euch ein bisschen mehr über den Verein und ihre Spielstätte zu erzählen. Der Club wurde im Jahre 1904 gegründet und trägt seine Heimspiele im Stadion Niedermatten aus, welches Platz für 3734 Zuschauer bietet, wovon 634 davon überdachte Sitzplätze auf der einzigen Tribüne sind. Spiele der Nachwuchs- und Frauennati finden auch oft hier statt. Der FC Wohlen spielt seit einigen Jahren in der Challenge League und hat im Moment wie bereits oben erwähnt mit Abstiegssorgen zu kämpfen. Im Team der Aargauer befinden sich einige Spieler, die eine Vergangenheit in der obersten Schweizer Spielklasse aufweisen, wie zum Beispiel João Paiva oder Mario Schönenberger, welche beide auch in der heutigen Partie ihr Können mehrmals unter Beweis stellen. Bekanntester ehemaliger Spieler des FC Wohlen ist sicherlich Ciriaco Sforza.

Nun aber genug Geschichtliches es geht weiter mit der zweiten Halbzeit. Das Bild änderte sich aber auch jetzt nicht, denn der FCW drückte weiterhin auf den Führungstreffer. Dies obwohl bei diesem Spiel der aktive Support für beide Mannschaften fehlte. In der 61. Minute geht der FC Vaduz dann aber ganz entgegen dem Spielverlauf mit 0:1 in Führung. Mario Sara hatte per Kopf getroffen. Das Tor war aus einem Standard hervorgegangen, was typisch für das Spiel der Gäste war, die nur durch Standards die Wohlener Abwehr in Gefahr bringen konnten.

In der Folge waren die Aargauer bemüht, dem Spiel, dass nun zu verlieren drohte, noch eine andere Richtung zu geben. Dies glückte dann erst relativ spät, als den Hausherren in der 76. Minute ein Penalty zugesprochen wurde, den Routinier João Paiva sicher zum 1:1 im Tor verwertete. In den Schlussminuten hatte dann Simone Rapp gleich zweimal den Siegtreffer auf dem Fuss, doch weil Torhüter Jehle im Gästetor jeweils brilliant reagierte blieb es beim 1:1 Endresultat. Trotzdem waren die Mehrheit der 910 Zuschauer zufrieden, obwohl die Punkteteilung für den FC Vaduz doch etwas schmeichelhaft daher kam.

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8. Februar 2014