Groundhopping

FV Ravensburg – FC Augsburg (19.08.16)

Als den Ravensburgern in der ersten Runde des deutschen Fussballpokals der FCA zugelost wurde, war ich mir sicher, dass mir nach einem derartigen Traumlos das Glück auch weiterhin hold sein würde. Denn lediglich wenn diese Partie als eine der wenigen am Freitagabend über die Bühne gehen sollte, bestünde die Möglichkeit, dass ich wortwörtlich mit von der Partie sein werde. Tatsächlich war es dann auch so.

Und so konnten auf der Velotour während dem Halt in Ravensburg zwei Karten für den kommenden Pokalknüller gekauft werden. Am Nachmittag des Stichtages sammelte ich den Kai ein, welcher mich bereits nach Memmingen begleitet hatte und nach gut zwei Stunden Fahrzeit erreichten wir das Städtchen Pfullendorf. Pfullendorf deshalb, weil das Stadion in Ravensburg nicht den Sicherheitsstandards genügte. Für mich trug dieses Urteil einen willkommenen Beigeschmack, denn dadurch konnte die Geberit-Arena nicht bei einem Spiel des heimischen Oberligisten, sondern vor vollen Rängen und mit einem Gegner aus der Bundesliga gekreuzt werden. Diese Arena verfügt über eine überdachte Haupttribüne sowie Stehränge rund um die Leichtathletikbahn, die heute mit 8’000 Zuschauern bevölkert waren. Damit platzte die Spielstätte beinahe aus allen Nähten, was Erinnerungen an die guten alten Zeiten hervorrief.

Die Underdogs, allen voran ihr Schlussmann, hielten an diesem Abend bis zum 0:2 gut mit und hätten eigentlich sogar eine Verlängerung verdient gehabt. Dies weil Augsburg weder auf dem Feld noch auf den Rängen so wirklich zu überzeugen vermochte. Zu Beginn gab es im weiss gekleideten Gästeblock eine Choreografie zu sehen, die meiner Meinung nach etwas unpassend nur auf den äusserst tragischen Unfall von Simon reduziert wurde, ehe die Gäste lediglich gegen Ende der Partie hin nochmals durch eine Pyroshow auffielen. Auf der Heimseite wurden die blau-weissen Akteure ebenfalls unterstützt, wobei die kleine Szene hier für ihr Saisonhighlight ordentlich etwas auf die Beine gestellt hatte. Für eine süddeutsche Oberligaszene doch sehr nett anzusehen. Für uns war mit dem Schlusspfiff genug für heute und gegen Mitternacht wurde der Kai, welcher diesmal mit seinem Resultattipp goldrichtig gelegen hatte, nach einer staufreien Rückfahrt vor den heimischen Toren abgesetzt und wenig später durfte auch meine Wenigkeit eine letzte Nacht im eigenen Bett geniessen.

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25. September 2016