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Karlsruher SC – FC Union Berlin (19.04.14)

Gegründet 1894, belegt der Karlsruher Sportclub derzeit den 17. Rang in der ewigen Tabelle der Bundesliga, was gleichbedeutend mit einem Abstiegsplatz wäre. Doch der wäre den Badener wohl noch lieber, denn im Moment ist der Traditionsverein nur in der zweiten Liga anzutreffen. Hier spielen sie dieses Jahr aber immerhin im entferntesten Sinne um den Aufstieg mit, wobei diese Minichance mit einem Sieg heute gegen die Häuptstädter gewahrt werden könnte. Die Stadt Karlsruhe an sich ist hinter Stuttgart die zweitgrösste Stadt im Bundesland Baden-Württemberg. Die strahlenförmige aufgebaute Planstadt ist vor allem für ihr Schloss bekannt, das zugleich auch den Mittelpunkt der Stadt bildet. Karlsruhe gilt als eine der wärmsten Städte Deutschlands. Im Moment trifft man in der Stadt an vielen Plätzen Baustellen an, sowie auch das Schloss, an dem die Aussenfassade renoviert wird.

Ganz in der Nähe des Schlosses, das im Barock-Stil erbaut wurde, findet man auch das Wildparkstadion. Es bildet die Hauptanlage im Karlsruher Hardtwald und verfügt über eine Laufbahn. Das Stadion bietet knapp dreissigtausend Zuschauer Platz. Auffallend sind die Stehsektoren, die in jeder Ecke zu finden sind, jedoch nicht von den «aktiven Heimfans» genutzt werden. Diese haben sich nämlich einen grossen Teil der Gegentribüne gesichert.

In derzweiten Liga gehört der KSC zu den stärkeren Mannschaften, die in näherer Zukunft den Wiederaufstieg in die Bundesliga anstrebt, in der sie zuletzt 2009 ein Gastspiel verzeichneten. Der heutige Gegner ist der Berliner Traditionsverein Union Berlin, der ganz wie sein Berliner Pendant viele Hochs und Tiefs zu verzeichnen hatte. Am heutigen Nachmittag trafen diese beiden Teams nun also aufeinander und es vergingen keine zwei Spielminuten, ehe die Gäste zu ihrer ersten Torchance kamen – der Kopfball konnte aber in letzter Sekunde vom Karlsruher Schlussmann zur Ecke geklärt werden. Dann verging eine Viertelstunde, ehe das Heimteam zur ersten Chance des Spiels kam, der ein Torwartfehler vorausging. Die Heimmannschaft bestimmte nun das Spiel und kam vermehrt zu Chancen. Fast wäre das Führungstor noch vor der Pause gefallen, als ein Verteidiger von Union in der Abwehr den Ball vertändelte. So ging es mit dem torlosen Unentschieden in die Pause.

Auch in Halbzeit zwei war es das Heimteam, das dem Spiel seinen Stempel aufdrückte und vehement den Führungstreffer suchte. Dieser wurde nach einer knappen Stunde Tatsache und brachte dem KSC nach einem Traumpass die verdiente Führung. Diese währte aber lediglich wenige Minuten, ehe per Penalty der Ausgleich fiel. Dieser traf nicht nur die Spieler hart, sondern auch die Fans, die ihre Mannschaft bis anhin lautstark angefeuert haben und vor allem mit «Hertha und der KSC» aufgefallen war, das die enge Fanfreundschaft der beiden Clubs unterstrich. Für die Gäste kam es nur zwei Minuten nach der Führung beinahe noch besser, doch ein KSC-Verteidiger konnte gerade noch für seinen geschlagenen Torwart retten.

In der 71. Minute folgte eine Szene, in der die 15’557 Zuschauer einen Torerfolg bereits abgeschrieben hatten, doch durch ein Missverständnis in der Unioner Abwehr kam der Ball irgendwie zu Kai Schwertfeger, der ihn zur neuerlichen Führung über die Linie drücken konnte. Der KSC kam nun gegen einen sichtlich verdatterten Gegner zu Chancen im Minutentakt, von denen Rouwen Hennings eine, nach einer Massflanke, zu verwerten wusste. Doch wie aus dem Nichts kam Union nach einem Foulelfmeter zum 3:2-Anschlusstreffer. Es folgten hektische Szenen, in denen der KSC mehrmals Glück beanspruchte, um den knappen Vorsprung über die Zeit retten zu können und so seine Minichance auf den Aufstieg bewahrt.

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19. April 2014