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LASK Linz – Wolfsberger AC (20.05.18)

Die Heimschlappe zum Saisonabschluss (0:3 gegen den Absteiger Lausanne-Sport) sollte mit einem Ausflug nach Österreich aus dem Gedächtnis verbannt werden. Hierfür kamen die Vollrunden der zwei höchsten Spielklassen am Sonn- und Pfingstmontag gerade richtig. Den Auftakt mit dem Duell zwischen den Athletikern und dem Wolfsberger AC als Knaller zu bezeichnen, wäre falsch, dennoch sind die Rahmenbedingungen für das letzte Heimspiel in der Aufstiegssaison gegeben, zumal die Qualifikation zur Europa League bereits Runden zuvor fixiert werden konnte.

Wie der Zufall es will, stand mein letzter Besuch beim Verein aus der Tortenstadt ebenfalls unter erfreulichen Vorzeichen. Damals im Jahre 2014 kürten sich die Schwarz-Weissen auf der Gugl zum Meister der Regionalliga. Heute ist der Spielort mit dem Waldstadion im Vorort Pasching ein anderer. Dieses bietet bis zur Errichtung des neuen Stadions nicht nur dem LASK Asyl, sondert dient weiter dem lokalen Fussballclub als Heimstätte. Der kleine Verein kann auf bewegte Jahre zurückblicken, die in der Verlegung und Umbenennung des Vereins nach Kärnten ihren Tiefpunkt und mit dem Cupsieg als Drittligist im Jahre 2013 ihren Höhepunkt fand.

Heute hatten 5’468 Zuschauer im Stadion Platz gefunden, was neben dem verwaisten Gästeblock so gut wie „ausverkauft“ bedeutet. Die wenigen Anhänger aus dem Lavanttal nahmen auf der Tribüne Platz. Sie sahen, wie sich das überraschend stark agierende Team aus Wolfsberg nach einer souveränen Zweitoreführung mit einer roten Karte selber schwächte und damit den LASK nach dem Anschlusstreffer vom Punktgewinn träumen liess. Dieser Wunsch löste sich jedoch wenig später wieder in Luft auf, als ein Verteidiger der Gastgeber im Aufbau den Ball vertändelte und ein blitzschneller Stürmer vom WAC zum 1:3 Endstand einnetzen konnte. Der Schock war im „Patchwork-Stadion“, welches von seiner Form her an die Arena in Grossaspach erinnert, ein ziemlicher Stimmungskiller. Bis zum diesem Zeitpunkt hatten die Freunde von den Young Boys Bern gemessen an der Grösse der Fanszene nämlich für ganz passablen Support gesorgt.

Die Aufnahme des Linzer Mittelfeldspielers Reinhold Ranftl in die Liste unglücklicher Spielernamen setzte den Schlussstrich unter einen gelungenen Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein. Kollege Heeb und ich spulten im Anschluss die Strecke bis in die Steiermark ab, wo der Campingplatz in Gaishorn am See das Tagesziel bedeutete.

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30. Mai 2018