Groundhopping

PSV Eindhoven – De Graafschap (30.01.16)

Mit dem Besuch in Eindhoven schliesst sich der Kreis der grössten Fussballvereine des Landes. Angefangen mit dem Derby im Zuhause von Feyenoord Rotterdam vor ziemlich genau einem Jahr, kam vor wenigen Tagen schliesslich das Zuhause von Ajax Amsterdam hinzu, während man heute also beim letzten der „Top-3“ von Holland vorstellig wurde. Zu Beginn gab es ein weiteres Mal das Problem mit der Clubcard aus dem Weg zu schaffen. Hierbei griff man auf das soziale Netzwerk Twitter zurück und konnte nach Erklärung der Lage zwei Karten für die entsprechende Partie erwerben, welche am Spieltag problemlos abgeholt werden konnten. Allgemein ist man bezüglich dieser Thematik in den Niederlanden bei den meisten Vereinen relativ kulant.

Entgegen unseren Erwartungen präsentierte sich die 220’000-Einwohner-Stadt im Süden des Landes als äusserst rar an Sehenswürdigkeiten, wobei das nasskalte Wetter sicherlich auch seinen Anteil an das triste Stadtbild beitrug. Da hatte ich mir doch deutlich mehr erhofft gehabt. So verbrachte man die ersten Stunden bis hin zum abendlichen Kick mit Shopping und dem Befriedigen von kulinarischen (!) Bedürfnissen. Da damit aber lediglich Zeit bis in den späteren Nachmittag verbracht werden konnte, stattete unser Duo noch dem futuristischen Zuhause von Brabantia Eindhoven einen Besuch ab. Die Tribüne vor Ort geniesst im Groundhopping-Jargon sicherlich erhöhten Bekanntheitsgrad und war auch für mich ein bauliches Novum. Nebenan liegt noch die sympathische Gaststätte des Vereins, wo man bei einigen Hopfenblütentees gut etwas Zeit bis zum Spiel hin verbringen konnte.

Die Ausgangslage für die heutige Partie konnte nicht klarer sein. Auf der einen Seite die PSV, amtierender Meister und Tabellenführer, welcher so ganz nebenbei noch im Achtelfinale der Champions League steht. Auf der anderen Seite der Verein aus Doetinchem, welcher ziemlich abgeschlagen auf dem letzten Platz der Eredivisie zu finden ist.

Und so hielt sich die Verwunderung unsererseits auch in Grenzen, als die „Philips Sport Vereinigung“ bereits zur Pause mit drei Längen in Führung war. Damit schien die Messe gelaufen und wohl kaum einer der 32’500 Zuschauer dachte, dass die Gäste noch bis auf ein Tor Differenz verkürzen konnten. Die Spannung war aber nur kurze Zeit zurück, ehe Pereiro in der 84. Minute den Schlussstand von 4:2 erzielte.

Für den PSV läuft im Moment alles ziemlich gut, während die Lage für die Gäste immer unangenehmer wird. Apropos unangenehm, nach der Fahrt zurück an den Flughafen wurde bei uns im Hotel in der Nacht vor dem Abflug ein Feueralarm gemeldet, sodass man zusammen mit den restlichen Hotelgästen mehr oder weniger gekleidet vor dem Hotel stand. Zum Glück handelte es sich um einen Fehlalarm, sodass wir nach der Kontrolle der Feuerwehr zurück in unser Zimmer konnten. Ein ziemlich turbulenter Abschluss für eine Reise, die grösstenteils relativ unspektakulär verlief und vom fantechnischen Aspekt her, wie zum Beispiel auch beim PSV, doch etwas enttäuschend ausfiel.

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30. Januar 2016