Groundhopping

Santa Lucia FC – Zebbug Rangers (11.02.19)

Für den sportlichen Abschluss auf dem lustigen Inselstaat, dessen Architektur nebst britischem Kolonialstil Elemente aus Nordafrika, Griechenland oder Süditalien aufweist, ist wiederum ein Spiel aus der zweiten Division besorgt.

Im Victor-Tedesco-Stadium, das seinen Namen dem ehemaligen Präsidenten der Hamrun Spartans verdankt und nur auf einer Seite ausgebaut ist, finden sich zur Abendstunde lediglich 150 Zuschauer ein. Stimmung wird den Anwesenden nicht geboten, abgesehen von der Gruppierung „Ultras Beltin“ vom Valletta FC scheint kein Verein gross Wert darauf zu legen.

Auf dem Kunstrasen setzte es zu unserer persönlichen Überraschung einen klaren 0:4 Auswärtssieg für den krassen Aussenseiter ab. Unerwartet deshalb, weil die Tabelle einen ganz anderen Ausgang prophezeite und die Rangers Santa Lucia in allen Belangen dominierten und gar mehrere Aluminiumtreffer zu beklagen hatten. Damit erreichen wir nicht nur einen bemerkenswerten Durchschnitt von drei Toren pro Spiel, sondern komplettieren weiter die oberste Spielklasse des Landes, welches in seinen Stadien auch nicht vor dem Ausschank von hartem Alkohol zurückschreckt.

Als wir uns am Dienstag nach der eineinhalbstündigen Odyssee mit dem Bus zum Flughafen mit flauem Magen vom Eiland verabschiedeten, durfte auf äusserst gelungene Ferien zurückgeblickt werden. Nur eine Frage hatte sich mir noch immer nicht beantwortet. Wieso sollte man hier gut Englisch lernen können? Die lokale Sprache erinnert eher an Arabisch und ein überwiegender Teil der Bevölkerung spricht Englisch nur mit starkem Akzent und eingeschränktem Vokabular.

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1. März 2019