Groundhopping

SC Bümpliz II – FC Schönbühl II (11.04.15)

Dass man heute überhaupt hier zu Gast ist, ist alleine dem Cuphalbfinal in St. Gallen vom letzten Mittwoch zu verdanken. Da sah ich während der Hinfahrt nämlich aus einem Zugfenster die Tribüne. Und neugierig wie man ist am nächsten Tag kurz recherchiert wessen Heimat dies ist und auf den SC Bümpliz gestossen. Dass ich den Ground gleich so schnell kreuzen kann hätte ich dann allerdings nicht gedacht. Doch bereits am Samstagnachmittag bot sich ein Besuch bei einem Spiel der Zweitvertretung der Vorstadt-Berner an.

Bümpliz an sich wird den meistens wohl eher weniger wegen des Fussballclubs sondern viel eher wegen diesem einen Lied ein Begriff sein. „Das eine Lied“ ist in diesem Falle die „W. Nuss vo Bümpliz“ von Patent Ochsner. Bockstössigi Himbeerbuebe, ich mag den Song mit seinem etwas speziellen Mundarttext, welchen ihr hier findet. Für die deutschen Leser hier noch die hochdeutsche Variante. Um den schönen Song ranken sich die Gerüchte, eines davon besagt dass Büne Huber, Frontmann der Gruppe dieses schöne Lied für seine erste Jugendliebe geschrieben hat. Egal aus welchem Grund auch immer, sicher ist es meiner Meinung nach ein Stück schweizerische Mundart-Musik-Geschichte.

Zurück zum Spiel, welches zwar laut Papier zwar eine Klasse höher sein sollte als das vorherige, was sich auf dem Rasen aber nicht gross zeigte. Gast am zweiten Zweitmannschaftenduell an diesem Samstag der FC Schönbühl, ein Berner Vorort, bei dem der FCSG vor ein paar Jahren einmal im Cup-Wettbewerb zu Gast war und sie gleich mit 1:8 Toren vom Platz fegten. Da war das heutige Duell doch deutlich ausgeglichener und es waren die Hausherren, die mit einem Weitschuss das Score zum 1:0 eröffneten. Beim Gastgeber überzeugten vor allem der Captain sowie der Torwart, zumindest bis ihm kurz vor der Pause ein grobes Missgeschick unterlief. Ein Freistoss aus grosser Distanz liess er durch die Hosenträger rutschen und so stand es Unentschieden zur Pause. Auch nach 90 Minuten blieb es bei bei der Punkteteilung, die 30 Zuschauer kamen aber noch in den Genuss zweier weiterer Treffer, was zu einem Resultat von 2:2 führt. Der Austragungsort an der Bahnlinie heisst übrigens Bodenweid und verfügt über zwei Kunstrasenplätze sowie einer schönen Holztribüne auf der Grundlinie. Relativ ungewohnt jedoch war hier vor ein paar Jahren noch ein Naturrasen zu finden, ehe man im Zuge einer Aufwertung der Anlage sich anstelle des Rasens für zwei künstliche Unterlagen entschied und diese um 45 Grad zum ursprünglichen Spielfeld hin drehte.

Leise die Melodie von „W. Nuss vo Bümpliz“ vor sich hin summend ging es weiter nach Vevey ans dritte Spiel des Tages…

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11. April 2015