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SC Freiburg – Hannover 96 (21.12.13)

Auf der einen Seite der SC Freiburg, der noch kein einziges Heimspiel in dieser Saison siegreich gestalten konnte, auf der anderen Seite die Gäste aus Hannover, die auswärts in dieser Saison noch keinen einzigen Punkt geholt haben. Ein richtiger Krisengipfel also. Doch wenn nicht heute, wann dann? Das sagten sich die Freiburger und auch wir, als wir uns früh morgens ins beschauliche Breisgau aufmachten.

Nachdem wir im Freiburg angekommen waren, ging es zu Fuss auf den Schlossberg, wo wir mit einer schönen Aussicht über die ganze Stadt belohnt wurden. Hungrig vom doch ziemlich strengen Aufstieg verpflegten wir uns nach der Rückkehr in der Altstadt. Freiburg hat knapp 220‘000 Einwohner und liegt nur circa 51 Kilometer nördlich von Basel. Wahrzeichen von Freiburg sind das Münster und die Freiburger Bächle, die seit dem Mittelalter durch die Strassen der Altstadt fliessen. Das Wasser für diese Bächle kommt aus dem 29 Kilometer langen Fluss Dreisam. Nachdem wir die restliche Zeit in der Altstadt verweilten ging es am Nachmittag auf zum Dreisamstadion. Das Stadion liegt etwas ausserhalb gelegen am Waldrand. Wir hatten Tickets für die Südtribüne auf dem Unterrang. Wir waren froh, dass wir bereits so früh im Stadion waren, denn die meisten Stehplätze waren bereits gefüllt. Dies obwohl wir nicht im eigentlichen Fanblock standen. Dieser war gegenüber hinter dem Tor gelegen. Aus dem Norden sind rund 1500 Fans der 96 angereist. Sie waren fest überzeugt, hier gegen die heimschwachen Freiburger ihren ersten Dreier einzufahren.

Im Kader des Sportclubs waren auch zwei Schweizer anzutreffen, welche beide in der Startformation zu diesem Hinrundenabschluss standen. Stürmer Admir Mehmedi und Mittelfeldspieler Gelson Fernandes. Letzterer schoss das geschichtsträchtige Siegestor gegen die Spanier an der WM 2010 in Südafrika.

Bei beiden Mannschaften ging es heute um viel, da beide Mannschaften entgegen den Erwartungen im Bundesligakeller herumtölpeln. Demnach verhalten begann die Partie. Zu gross war die Angst vor einem erneuten Patzer.
Nach 25 Minuten ein Schrei der Erleichterung beim Heimteam als der Schweizer Gelson Fernandes mit einem Pass den anderen Schweizer Admir Mehmedi lancierte, welcher gekonnt zur 1:0 Führung einschob. Eine rein schweizerische Kombination also. Dies freute natürlich auch mich und meine vier Kollegen, welche das Tor aus unmittelbarer Nähe mitverfolgten. Nur elf Zeigerumdrehungen später, also in der 36. Minute war es erneut der Schweizer Admir Mehmedi, der einen Ball entscheidend zum 2:0 für die Hausherren ablenkte. Zur Pause gab es also warmen Applaus von den 23‘200 Zuschauer die an diesem Samstagnachmittag ins Stadion gepilgert waren. Von unserem Platz aus hatten wir eine Sicht auf den Wald mit Windrädern. Eine nicht alltägliche Sicht also. Auch das Wetter spielte voll und ganz mit. In der 2. Halbzeit zogen sich die Freiburger dann in die eigene Platzhälfte zurück und liessen die Hannoveraner mehr und mehr kommen. Doch vorerst blieben die Angriffe der Norddeutschen, die vor allem über den Senegalesen Mame Diouf liefen, erfolglos. Der Anschlusstreffer in der 93. Minute zum 2:1 aus Sicht der Gäste durch Leonardo Bittencourt änderte nichts mehr an der Tatsache, dass die Freiburger nun endlich ihren ersten Heimsieg einfahren konnten.

Neun Spiele mussten sie also auf den lang ersehnten Heimsieg warten. Oder eben solange, bis es mich und meine vier Kollegen hier nach Freiburg verschlug. Das Fussballjahr ging nun auch für mich zu Ende und mit diesem Sieg, der zu einem grossen Anteil den beiden Schweizern zu verdanken war, sicherlich in einem würdevollen Rahmen.

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21. Dezember 2013