Groundhopping

SC Freiburg II – KSV Hessen Kassel (19.08.15)

Alle Pläne überworfen und schlussendlich statt an einem Spielfeldrand in der Region bei der zweiten Garde des Sportclubs im Möslestadion zu Freiburg gelandet und damit die Serie von aufeinanderfolgenden Spielen im Ausland auf fünf ausgebaut. Zudem sollte heute die Anzahl neu besuchten Spielstätten in diesem Jahr die schöne Zahl von 75 erreichen. Somit hätten wir den Statistikfreund in mir auch wieder gestillt und es kann losgehen mit der eigentlichen Berichterstattung. Assistiert wurde ich bei meinem Vorhaben vom Lokalmatadoren Lars sowie meinem Namensvetter Andrin, der sowieso in der Gegend verweilte und auf dem Weg aufgelesen werden konnte. Pünktlich stand man also mit diversen anderen Hopper, die wohl alle einen Doppler mit dem Champions-League-Spiel in Basel realisieren wollten, auf den Stehstufen im Möslestadion.

Die frühe Anspielzeit sollte dieses Vorhaben möglich machen, bei uns sollte es allerdings bei dieser einen Partie bleiben. Zu Gast vor 400 Zuschauer war der Kasseler Sportverein, ein Insolvenzverein schlechthin, der immerhin in letzter Woche sich dem Bundesligisten aus Hannover mächtig Paroli bot und nur knapp aus dem Pokal ausschied. Bester Torschütze in den Reihen der Gäste ist Shqipon Bektasi, der nun in drei Partien sagenhafte sechs Treffer auf seinem Konto hat. Auch heute traf er nach einer guten Viertelstunde zum 0:2, nachdem der KSV nur zwei Zeigerumdrehungen vorher durch einen Eckball bereits früh in Führung ging. Dabei blieb es und Kassel grüsst nun vom Platz an der Sonne in dieser Regionalliga Südwest. Unterstützt wurden sie von rund dreissig halbwegs aktiven Gästeanhänger.

Das Stadion verfügt über grossräumige Stehstufen und eine kleine Tribüne, die Anlage konnte allerdings nur gerade in der Anfangsviertelstunde exakt unter die Lupe genommen werden, ehe man nach Differenzen mit dem Sicherheitschef aus dem Stadion flog. Grund dafür war das Betreten meinerseits eines abgesperrten Blocks, wobei meiner Meinung nach ein offenes Tor und Leute, die den Sektor ebenfalls durchqueren normalerweise nicht auf eine striktes Verbot schliessen lassen. Naja, der Mann liess nicht mit sich diskutieren und bevor es noch zu einer allfälligen Reiberei kam, zottelte man ab. Die Fotos waren ja bereits im Kasten. Immerhin konnte vom nebenanliegenden Tennisplatz zusammen mit der Sektion Stadionverbot die Partie weiter verfolgt werden. Des Weiteren gönnte man sich im Clubrestaurant des Tennisvereins noch einen netten Teller Spaghetti; daher gilt es den Vorfall auch nicht weiter gross zu gewichten. Diffidati con noi! 😉

Um den Beitrag so aufzuhören wie er angefangen wurde, hier ein letzter Zahlenwert. Und zwar die Zahl 1000. Tausend Dank für diese vierstellige Anzahl fussballbegeisterte Anhänger auf Instagram. Mögen es noch viele mehr werden!

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19. August 2015