Groundhopping

SC Wiener Neustadt – WSG Wattens (30.03.18)

Auf die späte Heimkehr aus dem Tessin folgte nächtliches Packen und eine zu kurze Schlafeinheit, ehe Falco mit passenden Tönen Lust auf die kommenden Tage im Wiener Ballungsraum aufkommen liess. Ideale Spielansetzungen im Umkreis weniger Kilometer sollten entspannte Tage im Zeichen des Fussballs ohne stetigem Umherreisen ermöglichen. Aus strategischen Gründen legten wir die Basis daher nach Wiener Neustadt. Die Siedlung in Niederösterreich beheimatet rund 40’000 Einwohner und ist fünfzig Kilometer südlich von der Hauptstadt entfernt zu finden.

Zum Sparschienen-Preis brachte der RailJet meinen Namensvetter und mich am Freitag an das andere Ende von Österreich. Der langen Anreise geschuldet, stand neben dem Zimmerbezug nur noch die abendliche Zweitligapartie im Feriendomizil an. Das Stadion mit dem absurden Namen „Scherz-Kogelbauer TZ-Baumanagement-Arena“ liegt am nördlichen Stadtrand, umgeben von hin gepflasterten Zweifamilienhäuser und verlassenen Fabrikgebäuden. Ganz, ganz komische Gegend hier.

Der Sportclub aus Wiener Neustadt überzeugt in der laufenden Saison und grüsst von einem Aufstiegsplatz. So standen die Zeichen für das Gastspiel der Tiroler aus Wattens klar auf Heimsieg. Da der Fussball aber immer noch über weite Strecken unberechenbar ist, war der Anzeigetafel zum Schluss ein 2:2 Unentschieden abzulesen. Einen Doppelschlag der Tiroler (davon einmal durch den Ex-Austrianer Katnik) konnten die Blau-Weissen trotz Überzahl erst spät in der zweiten Halbzeit ausgleichen. Eindeutig zu wenig für die kleine Fanszene unter den 770 Zuschauer, welche der Leistung von Roman Kienast und Konsorten nur bedingt positive Aspekte abgewinnen konnten.

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12. April 2018