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Sevilla Atlético – UD Almeria (18.02.18)

Zwar besagt die Berufung Moses, dass der Mensch am siebten Tage ruhen solle; doch für uns als Teilzeitfromme hiess es früh aufstehen, um in der grössten Stadt Andalusiens einen Doppler einzufahren. Bei erneutem Prachtswetter bot sich während der Zugfahrt ein wunderbarer Blick auf den „Caminito del Rey“, einem der gefährlichsten Klettersteige der Welt, den ich eines Tages gerne einmal selber begehen möchte. Am Zielort angekommen, führte die Marschroute vorbei an der Heimat vom FC Sevilla. Hier blieben wir kurz stehen und schossen einige Fotos, ehe wir in der Unterführung der Metro verschwanden. Vor allem das Mosaik hinter dem Haupteingang gibt ein besonders schönes Sujet ab.

Das anvisierte Trainingsgelände liegt am südlichen Stadtrand und dient als Austragungsort sämtlicher Spiele der Zweitmannschaft. Seit Kurzem verfügt der Hauptplatz über eine überdachte Haupttribüne, sodass von einem richtigen Stadion gesprochen werden kann. Dieses trägt den etwas sperrigen Namen „Ciudad Deportiva José Ramón Cisneros Palacios“ und kann an Spieltagen für fünf Euro Entgelt betreten werden. Mit dem Namen hat es auch der Nachwuchs der Sevillistas, der sich etwas irrführend lediglich „Sevilla Atlético“ nennt.

Am heutigen Sonntag wurde mit Almeria eine Gästetruppe vorstellig, die noch vor wenigen Spielzeiten im Oberhaus anzutreffen war. Somit waren die Rollen schnell verteilt und der Favorit kam trotz bisweilen schwacher Saison zu einem hochverdienten Auswärtserfolg. Zu keiner Zeit war der Tabellenletzte zu einer Reaktion fähig und verlor gleich mit 0:3 Toren. Das Duell auf dem Hybridrasen verfolgten lediglich 993 Zuschauer, darunter eine schweigende Hundertschaft aus Almeria, was insgesamt doch enttäuschend war.

Schliesslich hielt die Partie der Segunda Division einige interessante und skurrile Szenen bereit. So bekamen Adrian und ich nicht nur ein indirektes Freistosstor nach einem Rückpass zu Gesicht, sondern wurden auch Zeuge eines Zweikampfes, aus dem ein kurzzeitig bewusstloser Akteur hervorging. Weiter wurde von der weiblichen Linienrichterin ein klares Tor nicht anerkannt und bei einer Auswechslung in Minute 36 verweigerte der Trainer gar seinem eigenen Schützling den Handschlag. Viel Neues bei den kleinen Blanquirrojos also!

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6. März 2018