Groundhopping

SSV Jahn Regensburg – FC Augsburg (10.07.15)

Als Groundhopper informiere ich mich stets über anstehende Stadionprojekte. Deshalb war auch die Eröffnung des neuen Stadions in Regensburg in meinem Terminkalender eingetragen. Als bekannt wurde, dass der Absteiger in die 3. Liga seine neue Heimat mit einem Spiel gegen den FC Augsburg einweihen sollte, war meine Freude gleich nochmals grösser. So baute ich rund um das Spiel in der Regensburger Arena eine kleine Tour in Niederbayern und Unterfranken, auf die mich Nachbar Marty an diesem Wochenende begleiten sollte.

Mit Umstiegen in Lindau und München erreichten wir Regensburg um die Mittagszeit. Die Idee, der “alten” Heimat des SSV einen Besuch abzustatten, verwarfen wir aus geografischen Gründen und setzten uns stattdessen in ein Café in der Innenstadt, ehe wir mit dem Bus den Weg zum Stadion auf uns nahmen. Dieser braucht vom Bahnhof zum Stadion nur wenige Minuten, es sei denn, ganz Regensburg hat das gleiche Ziel.

Das Stadion erinnert mich von der Blockaufteilung, den Farben und den Flutlichtern an das Exemplar in Ingolstadt. Vier Jahre nach Baubeginn waren an diesem Sommertag 14’780 Zuschauer zugegen, die das Stadion einweihten. Der FC Augsburg ging die Aufgabe diszipliniert an und bereits nach zwei Minuten lag der Ball hinter dem Jahn-Goalie. Ein Fehlstart nach Mass für die Regensburger. Stimmung gab es von beiden Seiten nur sehr sporadisch. Die Regensburger Fanszene sprach sich stattdessen für eine fanfreundliche Sektorengestaltung aus. Auf dem Platz fing sich der Viertligist und kam in der Folge gar zu einem Elfmeter, den der Regensburger Captain aber zu lässig über das Tor setzte.

In Abschnitt zwei präsentierte sich das Spielgeschehen ausgeglichener, wobei der nächste Treffer wiederum auf das Konto der Fuggerstädter ging: Fan-Liebling Sascha Mölders traf sehenswert. Zehn Minuten vor Schluss gelang den Regensburgern nach dem zweiten Penalty schliesslich der erste Treffer im neuen Wohnzimmer. Die leisen Hoffnungen auf einen Achtungserfolg zerstörte Routinier Tobias Werner, der nach schönem Sololauf trocken zum 1:3 aus Sicht der Gastgeber in die Ecke traf.

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10. Juli 2015