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TSV 1860 München – FC Nürnberg (06.02.16)

Ein Termin in München eröffnete die Möglichkeit, die Präsenz in der Hauptstadt des Bundesland Bayern mit etwas Fussball zu versüssen. Dass der Krösus Bayern an diesem Wochenende auswärts in Leverkusen tätig ist, passte da gut ins Bild. So konnte man nämlich dem zweiten Stadtclub bei einem Heimspiel einen Besuch abstatten. Mit dem anstehenden Duell gegen die Franken hat man da bezüglich der Lukrativität das wohl interessanteste Aufeinandertreffen der Saison zugelost bekommen. Im Gegensatz zum Stadtrivalen ist hier die Kartensituation deutlich übersichtlicher, sodass ich im Voraus ohne Probleme drei Karten für die Gegentribüne erwerben konnte. Drei darum, weil mich neben meinem Vater auch noch Kumpane Sergio in die deutschen Gefilden begleitete.

Am Vorabend wurde bei eisiger Kälte noch einem Testkick in Heimstetten beigewohnt, leider wurde dort aber auf dem Kunstrasen gekickt, sodass ein Spielbericht entfällt und sich die Leserschaft mit einem Bild zufriedengeben muss. Sonntags erreichte unser Trio gegen die Mittagszeit das Stadion, wo bereits viel los war und man nach einiger Zeit die reservierten Karten in Empfang nehmen konnte. In solchen Situation stelle ich mir immer wieder die Frage, wieso ich dermassen oft bei unseren nördlichen Nachbarn zu Gast bin. Beim Fussball sind hier nämlich jeweils dermassen viele unterschichtige, zurückgebliebene „Fans“ vor Ort, dass ich mich teils wirklich wie im falschen Film fühle. Mein Vater hat den Grossveranstaltungen nach dem heutigen Event indes endgültig abgeschworen.

Lichtblick bei der Partie vor 51’200 Zuschauern war sicherlich die fünfstellige Anzahl von Glubb-Fans, welche aus Franken für das heutige Duell angereist waren. Die Anreise sollte sich für sie gelohnt haben. Nürnberg gewann knapp mit 0:1 und unterstreicht damit seine Ambitionen im Aufstiegsrennen, während beim Gastgeber der Baum brennt. Sportlich ist man beinahe nicht konkurrenzfähig und fantechnisch ist die Anhängerschaft derart mit Investor Ismaik beschäftigt, dass man sich statt mit dem Support hauptsächlich mit dem Halten von Spruchbändern gegen den Mann aus Jordanien beschäftigen muss.

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6. Februar 2016