Groundhopping

Valerenga Oslo – SK Brann Bergen (13.08.16)

Um in diesen Beitrag zu starten ist eine Rückblende in die Anfangstage vom Monat Juli des vergangenen Jahres nötig. Damals verletzte ich mich unglücklich beim firmeninternen Fussballturnier im Berner Nationalstadion. Von den zuständigen Ärzten wurde jedoch nur eine Prellung im Kniebereich diagnostiziert, sodass die Reise nach Norwegen zum Spitzenspiel Valerenga gegen Rosenborg Trondheim also nicht gefährdet sein würde. Daher wurde am Freitagabend wie gewohnt der Wecker für den frühen Hinflug gestellt, die Reisetasche gepackt und das Flugticket bereitgelegt. Als um fünf Uhr morgens der Wecker schliesslich klingelte, zwang ich mich aus dem Bett in Richtung Dusche. Dieses Unterfangen rief jedoch höllische Schmerzen im Knie hervor, sodass ich für König Fussball arg auf die Zähne beissen musste. Im gleichen Stile ging es weiter, ehe ich bereits an der Tür stehend das Unterfangen und damit ein gültiges Flug- und Matchticket aufgrund doch zu starker Schmerzen endgültig abbrechen musste. Stattdessen wurde wenige Stunden später ein Arzt aufgesucht und das Knie nochmals genauer angeschaut. Mittlerweile, knapp 15 Monate später, weiss ich, dass ich damals beinahe mit einem Kreuzband- und Meniskusriss nach Norwegen gereist wäre. Trotz allem war es rückblickend also eine vernünftige wenn auch schwere Entscheidung.

Die Rechnung mit dem Ullevaal Stadion in Oslo blieb allerdings offen und umso mehr freute ich mich, als das Heimspiel von Valerenga sich perfekt in unsere Tourplanung eingliedern liess. Der ordentliche Leser wird nun den vorherigen Beitrag gelesen haben und weiss, dass Flavio und Ich uns auf dem Weg von der Heimstätte von Lokomotiv Oslo in Richtung Nationalstadion befanden. Am Ziel angekommen, wurde der fahrbare Untersatz in unmittelbarer Nähe abgestellt und zwei Tickets für die Gegentribüne erworben. Auffallend bereits da die grosse Anzahl an mitgereisten Fans aus der Stadt Bergen. Die stattliche Anzahl an Anhängern von Brann verdient deshalb Respekt, weil es sich hier um eine beinahe siebenstündige Anreise handelt. Schlussendlich waren es wohl an die tausend Leute, die im Gästeblock für Stimmung sorgten und auch zum Spielbeginn ein schönes Intro in Clubfarben präsentierten. Gegenüber fanden sich rund dressig supportwillige Valerenga-Fans meist mit Casual-Dresscode ein, die in ihrem Support vom Unterrang der Haupttribüne unterstützt wurden, welche als eigentlicher Fansektor dient. Insgesamt wurden wir vom Gezeigten also positiv überrascht.

Ähnlich unterhaltsam präsentierte sich bei strahlendem Sonnenschein die Partie vor 9’866 Zuschauer auf dem satten Grün, wo die Akteure mit Traumtoren und späten Siegtreffern für einen geglückten Spielbesuch mit dem besseren Ende für die Hausherren (3:2) sorgten. In der Folge verabschiedeten wir uns von dem teils mit gesperrten Blöcken versehenen Stadion und begaben uns in Richtung Hotel, wo aufgrund hoher Preise und einem saftigem Programm am Folgetag mit nur einem Brauerzeugnis im Magen auch bald schon das Schlafgemach aufgesucht wurde.

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19. September 2016