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VfL Wolfsburg II – SC Weiche Flensburg (05.11.17)

Was ist der beste Zeitvertreib bis zu einem Fussballspiel? Genau, ein zweites Spiel. In die Tat umgesetzt wurde dies am heutigen Sonntag in der norddeutschen Arbeiterstadt. Hier spielte das Wetter die passende Rolle zur Tristesse, welche das ausgestorbene Wolfsburg versprüht. Zwar wäre mit dem Besuch des VW-Werks eine Alternative bereitgestanden, jedoch hielt sich meine Begeisterung für die Geschichte der fahrbaren Untersätze in Grenzen. Deshalb nahm ich frühzeitig im kleineren Stadion neben der Arena Platz, wo einem zum fairen Preis von drei Euro Einlass gewährt wird. Seit nunmehr zwei Jahren ist der Neubau die Heimat vom Wolfsburger Nachwuchs, der in der vorletzten Spielzeit knapp den Sprung in den Profifussball verpasste, als die Jungspunde dem SSV Jahn aus Regensburg in zwei Relegationsspielen unterlagen.

Der Song „Can’t be touched“ bringt zum Einlauf der beiden Mannschaften überraschenderweise doch noch gewissen Stil ins eintönige Rund. Zu allem (Hopper-)Übel hin kam die Tatsache, dass lediglich die Haupttribüne geöffnet wurde. So konnte zusammen mit 271 Zuschauern beobachtet werden, wie Flensburg, bis vor Kurzem noch unter anderem Kürzel unterwegs, einen verdienten 1:2 Auswärtserfolg einfuhr. Das Aufeinandertreffen in der viertklassigen Regionalliga Nord war geprägt von einer aggressiven Stimmung und dementsprechend vielen harten Foulspielen. So empfiehlt sich ein Junior wahrlich nicht für einen Einsatz im grossen Wolfsrudel. Daher war ich ganz zufrieden mit dem späten Siegtreffer für die sympathische Truppe aus der Stadt im Norden von Schleswig-Holstein.

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19. November 2017