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Vitesse Arnhem – PEC Zwolle (27.01.16)

Zweite Station bildete die Stadt Arnhem in der Provinz Gelderland gelegen, wo der dort ortsansässige Fussballverein seit einigen Jahren im oberen Bereich der Liga um Punkte kämpft. Mitunter einer der Gründe für das spielerische Hoch der Schwarz-Gelben ist sicherlich die Kooperation mit dem Erstligisten Chelsea aus der englischen Hauptstadt, für den Vitesse quasi als Farmteam und Ableger für allfällige zukünftige Talente dient. In dieser Spielzeit hält sich der Erfolg allerdings in Grenzen und Vitesse kann wenn, dann nur zur erweiterten Spitze gezählt werden. Der Gegner aus Zwolle befindet sich im bekanntlichen Niemandsland der Tabelle, was stets ein kleiner Dämpfer bezüglich der Auslastung bedeutet, sodass der GelreDome am heutigen Wochentag lediglich mit 14’876 Zuschauern gefüllt war. Der untypische Stadionname verrät dann auch gleich die eigentlichen Nutzungsabsichten, denn das Stadion ist mit seinem verschliessbaren Dach nicht selten Veranstaltungsort für Konzerte, Messen oder Monstertruckevents.

Will man hier etwas aus dem Cateringbereich erweben, kommt man nicht drumherum, sich im Voraus bei einer Art Automaten spezielle Münzen zu erwerben. Ziemlich umständlich aber noch immer besser als die viel gehassten Arenacards. So gönnte sich Kollege Jonathan eine Frikadelle mit einigen Gerstenmalzgetränken, wobei ich mich lediglich für den flüssigen Gaumenschmaus entschied.

Auf dem Spielfeld wurden uns, im Gegensatz zu gestern, immerhin Tore geboten. Dafür musste aber über eine Stunde gewartet werden, ehe ein Eigentor die Führung für die Gastgeber brachte. Die Führung wahrte aber nur drei Minuten, ehe PEC Zwolle äusserst gekonnt zum 1:1 auszugleichen wusste. In der Folge wusste lediglich Ideye Brown, eben einer dieser Leihspieler, dem Spiel etwas Schnelligkeit einzuhauchen, aber auch ihm blieb ein Vollerfolg am heutigen Abend verwehrt.

Den Tag über hatte man sich in der tristen Stadt übrigens dermassen gelangweilt, dass man nach dem Mittagessen das Kino aufgesucht hatte und dabei den achten Film von Regisseur Tarantino vorgeführt bekam. Während Jonathan sich bereits in der Startviertelstunde ins Traumreich verabschiedete, mühte ich mit dem wenig interessanten Kammerstück die nächsten drei Stunden ab. Arnhem ist in etwa ähnlich wenig interessant anzusehen. Zum Glück gibt’s da noch Fussball!

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27. Januar 2016