Groundhopping

FC Solothurn – Zug 94 (11.11.17)

Während sich die Schweizer Nationalmannschaft in zwei Barragespielen gegen Nordirland das Ticket für die kommende Weltmeisterschaft sicherte, nutzten wir die Zeit, um etwas Luft im Amateurbereich zu schnuppern. Das „wir“ besteht in diesem Falle aus dem Trio Heeb, Lukas und mir, wobei der erstgenannte den fahrbaren Untersatz in zwei Stunden sicher in die Nordwestschweiz lenkte. Dort am Bahnhof wartete bereits der Dritte im Bunde, ehe kurze Zeit später die Eingangstore des Stadions in der Barockstadt erreicht wurden.

Dieses trägt den originellen Namen „Stadion FC Solothurn“ und verfügt über eine sehenswerte Haupttribüne mit Giebeldach sowie einen unüberdachten Sitzbereich auf der Gegenseite. Mit 400 Zuschauern war das Kontingent dieser Spielstätte bei weitem nicht ausgeschöpft. Dies könnte sich in Zukunft aber ändern. Zumindest schleichend, und zwar dann, wenn der FCS weiterhin so erfolgreich Fussball spielt, wie er es in der laufenden Hinrunde tut. Lediglich einmal in dreizehn Partien mussten die Punkte bisher geteilt werden. Auch heute spulte der souveräner Leader sein Programm eindrücklich herunter und stellte die Weichen früh auf Sieg. Eine direkte rote Karte sowie ein daraus resultierender Elfmeter erleichterten das Unterfangen. Zum Spielschluss wies die Anzeigetafel ein klares 3:1 für das Heimteam aus. Unter den Torschützen fand sich mit Loic Chatton auch ein Routinier mit Vergangenheit im Schweizer Profifussball. Können die ambitionierten Solothurner nach der anstehenden Winterpause die Pace halten, nehmen sie eindeutig Kurs auf die drittklassige Promotion League.

Neben dem sportlichen Teil macht die Stadt am Jurasüdfuss vor allem wegen ihrer linksautonomen Szene Schlagzeilen. Davon scheinen trotz Kälte auch heute wieder eine stattliche Anzahl den Weg zum lokalen Fussballverein gefunden zu haben. Nach dem Schlusspfiff wurde erneut der Bahnhof anvisiert, wo Lukas und ich vom Auto auf den Zug wechselten. Während Heeb den direkten Weg zurück in die Ostschweiz wählte, ging es für uns zwei nämlich ins freiburgische Nachtquartier von Lukas, der seit einiger Zeit ganz in der Nähe studiert.

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28. November 2017