Groundhopping

Strogino Moskau – FK Znamya Truda (16.04.17)

Durch die zeitlich passende Terminierung und der Nähe zur Spielstätte von Spartak, wo am späteren Abend der Klassiker gegen Zenit St. Petersburg steigen sollte, lag dieser Kick vorgängig im Bereich des Möglichen.

Wirklich viel weiss ich über den gastgebenden Verein aus dem gleichnamigen Moskowiter Quartier nicht zu erzählen. Ausser, dass er mit Gründungsjahr 2010 verhältnismässig jung ist und seine Heimspiele im Stadion «Yantar» austrägt, was dem deutschen Wort für «Bernstein» gleichkommt. Ein Kellerduell in der russischen Drittliga also. Den Gegner dafür stellte die Mannschaft aus Orekhovo-Zuyevo, einer Industriestadt rund achtzig Kilometer vor den Toren Moskaus. Deren Geschichte reicht exakt 101 Jahre weiter zurück als diejenige des Gastgebers und findet ihren Höhepunkt im Jahre 1962, als man den Final des Sowjetischen Fussballpokals erreichte. Bei Nebel und Schneeregen zog es am heutigen Sonntag knapp 70 Zuschauer ins Stadion, welches inmitten einer trostlosen Plattensiedlung unmittelbar am Ufer der Moskwa liegt. Der Eintritt war wiederum frei, lediglich einer genauen Leibesvisitation durch die Staatsmacht höchstpersönlich musste ich mich unterziehen. Die Zuseher auf der Tribüne, die an das Clubheim angebaut wurde, sahen darauf ein Strogino, welches auf künstlicher Unterlage dank zwei späten Toren zu einem verdienten 2:1 Heimsieg kam.

Mit dem Tram und der U-Bahn ist es anschliessend nicht mehr weit bis zur Otkrytije Arena, dem neuen Zuhause von Spartak Moskau. Hier stand mir nun der brenzligste Teil der ganzen Reise bevor.

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6. Juni 2017