Groundhopping

Ajax Amsterdam – Heracles Almelo (26.01.16)

Zwei Ferienwochen sollten die Möglichkeit für eine erste etwas längere Tour bieten, wobei Italien eigentlich ziemlich schnell den Zuschlag bekam. Verschiedenen Umständen geschuldet, hatte man die Idee aber wieder verworfen und bereits nicht mehr an eine Reise dieses Ausmasses glaubend, wurde dem Land der Tulpen schlussendlich relativ kurzfristig den Zuschlag gegeben. Ebenfalls von jener Idee angetan, sollte Jonathan für die Woche mein Begleiter spielen.

Fünf Spiele der obersten Spielklasse, mit einem Abstecher am Freitag nach Belgien, um nicht in die Niederungen der zweiten Klasse zu fallen und damit dem Motto „Erstklassig“ treu bleiben. Mit dem Anreisetag exzellent verbinden liess sich das Heimspiel von Ligakrösus Amsterdam, den man trotz diversen Besuchen in der holländischen Hauptstadt noch nie mit der eigenen Anwesenheit beehrt hatte. Heute sollte also der Tag kommen, wobei man sich die beiden Karten im Voraus über den Internetauftritt von Ajax gesichert hatte. Zwar nicht ganz billig, zumal man sich nur verschiedene „Packages“ mit einem Schal kaufen kann, aber immerhin besser als gar kein Besuch. Vor allem zu Zeiten von Hindernissen wie die (sinnlose) Clubcard.

Nach zeitiger Landung in Amsterdam wurde der Tag in gewohnter Manier verbracht, wobei man immer wieder auf die allgegenwärtigen drei Andreaskreuze stiess, die ursprünglich vom Stadtwappen herrühren. Vom Jubiläum der Ultra-Gruppierung VAK410 nichtswissend tauchte unser Duo am Abend erst kurz vor Spielbeginn am Stadion auf und verpasste eine, zumindest auf den Bildern, sehr interessante Entrada. Immerhin wurde man im Stadion Zeuge der Choreo zum 15-jährigen Bestehen der Ultras. Diese war zweiteilig und wurde vom Slogan „A never ending story“ untermalt. Beim zweiten Teil glaubte ich, das abgeänderte Century-Fox-Intro erkannt zu haben.

Aufgrund dieses speziellen Anlasses war die Stimmung im Heimblock ziemlich ausgelassen, während sich die wenigen Almelo-Fans im Mittelrang (wohl in einer eigens gemieteten Loge) versammelt hatten und nur durch eine kleine Zaunfahne auffielen. Beinahe noch ein klein wenig unscheinbarer agierten die 22 Akteure auf dem Platz, sodass sich das eigentliche Spitzenspiel der Eredivisie schnell zu einem torlosen 0:0 einpendelte. Schade, da hätte ich gerne noch ein Tor gesehen und den anschliessenden Jubel der 44’517 Zuschauer, welche am heutigen Abend bei geschlossenem Dach anwesend waren.

Nach dem Ende der Partie begaben sich Jonathan und Ich auf den Heimweg, ehe man über den Umweg einer Gaststätte verhältnismässig früh den Weg in die Horizontale fand.

Tags :
26. Januar 2016