Groundhopping

Olympique Lyon – Olympique Marseille (24.01.16)

Nachdem man in Lyon bereits einige Male die Zelter aufgeschlagen hatte, war man heute beinahe ausschliesslich des Fussballs wegen hier und es blieb nur kurz Zeit für einen Stadtrundgang. Denn am Abend sollte im neuen Stadion die erst zweite Partie und damit gleich ein Klassiker in der französischen Fussball-Hemisphäre über die Bühne gehen. Trotz der grossen Namen spielen aber beide Teams eine Spielzeit unter ihrem Potenzial. Und so präsentierte sich dieses Aufeinandertreffen lediglich als Duell im Mittelfeld, was die Fans von OM rund um das Commando Ultra aber nicht daran hinderte, in vierstelliger Anzahl die Reise nach Lyon anzutreten. Den momentanen Umständen entsprechend sicher eine freudige Neuigkeit aus dem Hexagon. Bereits von Aussen ist die, ebenfalls wie in Nizza weit vom Stadtzentrum entfernt gebaute, Arena imposant anzusehen.

Von Innen bot sich unserem Duo dann in der Folge eine gelungene Choreo rund um die Bad Gones, während auf der anderen Seite Fähnchen in den Vereinsfarben geschwungen wurden. In der Folge war der Support anfangs sehr gut, ehe Lyon, auch aufgrund des lahmen Spielverlaufs mehr und mehr abbaute. Trotz allem würde ich die Ostfranzosen zur Top-5 in Frankreich zählen. Neben uns, quasi hinter einem Moskitonetz, gab es feinstem Rasselsound von Marseille, die nach dem Führungstreffer auch noch einige Brennstäbe zündeten. Solide!

Der gehasste Valbuena liess bei ihnen nach einer weitgehend schwachen Partie in der Schlussviertelstunde nochmals die Emotionen hochkommen, als er Tolisso mustergültig bediente und dieser zum 1:1 einschob. Der Grossteil der 56’506 Zuschauer sprang nun aus seinen Stuhl auf und feierte den Ausgleich. Dabei blieb es, sodass wir die EM-Baute nach Schlusspfiff wieder in Richtung Heimat verliessen.

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24. Januar 2016