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FC Volendam – FC Emmen (23.10.15)

„Willkommen beim FC Volendam – Der einzigen Oranje, die im Moment Grund zum Feiern hat.“ Weitere Sprüche über die Elftal und deren verpasster Qualifikation für die Endrunde aller europäischen Topteams Mitte nächsten Jahres in Frankreich unterlasse ich jetzt aber aus zweierlei Tatsachen. Einerseits weil die Schweiz wohl bereits in der Gruppenphase die Segel streichen kann und ich die Holländer als durchaus sympathisches Völkchen empfinde.

Den Tag verbrachten wir grösstenteils in der Hauptstadt, ehe uns die Freundin von Lars, welche nahe der Grenze lebt, am späten Nachmittag nach Volendam chauffierte. Danke nochmals dafür! Die Gemeinde am Ijsselmeer ist relativ klein aber durchaus schön anzusehen, mit einem nettem Strandabschnitt sowie einer gefälligen Uferpromenade, wo gut gespeist werden konnte. Gerade rechtzeitig zum Spielbeginn machten wir uns zu Fuss auf in Richtung Kras Stadion, welches nach einem lokalen Recycling-Unternehmen benannt ist und ziemlich genau siebentausend Zuschauern Platz bietet. Zusammengesetzt ist die ganze Anlage wie in den Niederlanden üblich durch vier freistehende erhöhte Tribünen.

Heute war die Spielstätte mit 4’214 Zuschauer für ein Zweitligaspiel gut gefüllt, natürlich auch auf dem Fakt basierend, dass der FC Volendam momentaner Leader der zweiten Liga ist. Erst im letzten Spiel musste sich der Aufstiegsaspirant ein erstes Mal geschlagen geben. Heute sollte sich die „Negativspirale“ trotz höheren Spielanteilen weiterdrehen. Denn von knapp 30 Leuten unterstützt blieb der FC Emmen abgeklärter und nutzte seine wenigen Chancen für einem vermeintlich klaren 0:2 Auswärtserfolg. Auch in der darauffolgenden Partie blieb der FCV übrigens sieglos, sodass man vom Platz an der Sonne mittlerweile verdrängt worden ist. Scheint tatsächlich, als ob die Farbe Orange im Moment nicht wirklich für grossartige Erfolgserlebnisse steht. Oops I did it again! 😉

Nach Spielschluss brachte uns die Herzensdame von Lars zurück in die Hauptstadt, wo man per Zug wieder nach Alkmaar fuhr, während es für sie zurück nach Deutschland ging. Am nächsten Morgen verschlief unser Duo erneut das Frühstück, sodass wir hungrig durch den Markt schlenderten und uns schliesslich für die Heimreise zum Flughafen Schiphol begaben.

Meine „Herzensdame“ oder wohl eher Diva mit dem Namen FC St. Gallen sollte heute auswärts in Zürich spielen, aber die kurzfristige Vorverschiebung der Partie machte mir eine der wenigen Möglichkeiten für ein Auswärtsspiel zunichte. Gegen den Tabellenletzen gab es übrigens im letzten Moment noch einen Punkt, sodass wir zumindest nach dem Hinspiel nicht auch noch als einzige Mannschaft erneut gegen den FCZ verlieren. Die Alternative mit einer Partie in Liestal reizte mich ebenfalls nicht besonders, sodass man das Stadion Gitterli wohl eines schönen Tages mit Morgenfussball in Binningen kombiniert. Die Ideen gehen mir offensichtlich nicht aus.

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23. Oktober 2015