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Olympique de Genève FC – FC Onex (11.05.14)

An diesem Sonntagmorgen hiess es für einmal ziemlich früh aufstehen, denn ein 2. Liga Spiel in Genf stand auf dem Programm und Anpfiff sollte bereits um 10 Uhr in der Frühe sein. So ging es also per Zug in die Calvinstadt, von wo aus das Stadion per Bus in wenigen Minuten zu erreichen ist. Nach dem Spiel sollte es direkt wieder zurück nach Lausanne gehen, schliesslich wollte man zusammen mit den Begleitern noch das sommerliche Wetter in Lausanne am Ufer des Genfer Sees geniessen. Für dieses Sommerfeeling sorgten dann bereits die zwitschernden Vögel, die sich im Dach der einzigen Tribüne des Stadions eingenistet haben. Beim Einlauf der beiden Teams fielen vor allem auf Seiten des Heimteams zwei bullige Schwarze auf, die sich als Stürmer entpuppten und dort auch recht effizient zur Sache gingen. Doch der Reihe nach!

In der 6. Minute waren es nämlich die Gäste aus Onex, einer angrenzenden Gemeinde, die mit 0:1 in Führung gingen. Der kuriose Treffer sollte der einzige Makel an einer sonst hochklassigen Partie bleiben. Eine hohe Rückgabe zum Torwart wurde vom eigenen Verteidiger verlängert und somit über den Torwart spendiert und der überraschte Micael Manuel Mendes brauchte nur noch den Fuss hinzuhalten.

Nun sollte aber die Zeit der beiden schwarzen Sturmpartner im Dienste des Heimteams gekommen sein, denn in der 16. Minute verwertete Jean Pierre Obounou einen Abpraller zum 1:1 und in der 20. Minute traf sein Sturmpartner Trancy Makangila zum 2:1. Das fünftplatzierte Heimteam übernahm nun also das Spielgeschehen und dominierte über weite Strecken. Die Überlegenheit konnte in der 28. Minute in ein weiteres Tor (3:1) umgemünzt werden, als Kevin Eduardo Aponte vom Sechzehner aus erfolgreich war.

Bis zur Pause blieb es bei diesem Resultat und die Partie machte richtig Spass und auch das Niveau war ganz akzeptal. Da habe ich schon Schlimmeres gesehen, was die 2. Liga angeht. In der Aufstellung des Heimteams waren auffällig viele Schwarze aktiv, was sicherlich auch den demografischen Auswirkungen einer Stadt gegenüber einer kleinen Landgemeinde zugeschrieben werden kann.

Im zweiten Abschnitt sahen die 80 Zuschauer in der 70. Minute beinahe ein Traumtor, als ein Entlastungsversuch auf Höhe der Mittellinie sich noch auf die Lattenoberkante senkte. Ein weiteres Tor fiel in der 74. Minute, als der stets gefährliche Guillaume Verpet einen Penalty sicher zum 4:1 versenkte. Der Widerstand der drittplatzierten Gäste war nun endgültig gebrochen und das 5:1 durch  in der 88. Minute war dann nur noch Zugabe.

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11. Mai 2014