Groundhopping

SC Burgdorf – HNK Zagreb Biel (25.05.15)

Die Heimreise und das 3. Ligaspiel im bernischen Burgdorf konnte gut unter einen Hut gebracht werden und so tauchte man nach kurzem Fussmarsch pünktlich um 15 Uhr an der Neumatt auf, wo einem für drei Franken Eintritt ins Stadion gewährt wurde. Dieses verfügt über eine geräumige Holztribüne, welche für die Ligaebene überdurchschnittlich ist und dem Pfingstmontags-Kick einen würdigen Rahmen verlieh. Zu Gast war der HNK Zagreb, „leider“ jedoch nur der aus Biel und nicht der kroatische Rekordmeister. So ist es aber in den heimischen Gefilden doch recht häufig der Fall, dass unsere Freunde aus dem Balkan unter anderem im Sport besonderen Patriotismus verspüren und darum solche Namenszusätze keine Ausnahme sind. Bestes Beispiel dafür der Tabellenführer in dieser Gruppe 5 der siebten Spielklasse: Prishtina Bern. Ein Zeichen dafür, dass hier wohl vor allem Spieler mit kosovarischen Wurzeln zu Werke gehen.

Auch heute waren beim Gast, dessen Vereinsname wohl aus Dinamo Zagreb und HNK Hajduk Split zusammengesetzt wurde, ausschliesslich Ausländer im Einsatz, was den in meiner Nähe situierten Stadionsprecher und seinen Kumpel zu einer herzhaften Diskussion bezüglich Aussprache und Herkunft solcher Namen veranlasste.

Auf dem Spielfeld gaben die in ihrem Nationaltrikot auflaufenden Kroaten dann eher ein negatives Bild von sich ab und spielten ausserordentlich unfair und überhart. Definitiv keine Werbung in eigener Sache vor den 150 Zuschauern. Dazu kam noch die Tatsache, dass man nach einer Viertelstunde bereits mit 0:1 im Hintertreffen lag. In Abschnitt zwei mochten HNK den Rückstand dank drei Toren aber tatsächlich noch in eine 1:3 Führung umzuwandeln und dies obwohl man nach einer direkten roten Karte über eine halbe Stunde in Unterzahl agieren musste. Beim SC Burgdorf trauerte man indes vor allem den vergebenen Chancen nach und haderte mit dem Schiedsrichter. Ihr Anschlusstreffer in der Nachspielzeit kam zu spät und so feierten die Kroaten einen knappen 2:3 Auswärtssieg. Direkt nach Schlusspfiff kam es noch zur Rudelbildung, der ein unschönes Foul eines Gästeverteidigers vorausgegangen war.

Nachdem der spanische Unterparteiischen die hektische Partie beendete ging es für mich zu Fuss zum Bahnhof zurück und etwas mehr als eine Stunde später erreichte man Lausanne.

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25. Mai 2015