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SV Sandhausen – Arminia Bielefeld (16.03.14)

Als der SV Sandhausen und die Arminia aus Bielefeld in der Hinrunde aufeinander trafen, belegten die heutigen Gäste den 3. Platz und somit die Relegation, heute ist es wiederum der Relegationsplatz auf dem die Gäste stehen, diesmal aber der weit ungemütlichere, nämlich der 16. Platz und die damit verbundene Abstiegsrelegation. Höchste Zeit also heute gegen die sich etwas auf dem absteigenden Ast befindenden Sandhausener zu punkten. Die beiden Teams können als 2. Liga Neulinge bezeichnet werden, denn die Schwarz-Weissen spielen erst seit der Saison 12/13 in Deutschlands zweithöchster Spielklasse. Vorher hatte man sich einige Jahre in der 3. Liga herumgetrieben. Auch die Arminia aus Bielefeld gilt sofern als 2. Liga Neuling, obwohl sie in der Zeitspanne von 2004 – 2009 in der höchsten Spielklasse vertreten war. Danach stieg man jedoch innerhalb von drei Jahren bis in die 3. Liga ab, hat sich nun aber wieder gefangen und strebt als Aufsteiger den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga an. Arminia hat jedoch im Gegensatz zum heutigen Gastgeber weit grössere Erfahrung was höhere Spielklassen anbelangt.

Um 13:30 Uhr ging es los und die schwierige Situation, in der sich beide Teams befinden, war dem Spiel sichtlich anzumerken. Nach einer halben Stunde kamen die Gäste zu einer ersten grossen Chance und hätte Keeper Riemann nicht so bravurös geklärt, wer weiss wie das Ganze dann ausgegangen wäre. So aber ging das Heimteam in der 33. Minute durch einen Kopfball von Nicky Adler mit 1:0 in Führung. Die Vorarbeit lieferte Timo Achenbach.

Nach dem Seitenwechsel waren die Hausherren weiterhin das aktivere Team und hätten mit dem Pfostenschuss in der 56. Minute beinahe die vorzeitige Entscheidung herbeigeführt. Es blieb aber auch so beim knappen Sieg für den Sportverein, der gegen eine schwache Arminia zu keiner Zeit gross gefordert wurde. Auch auf den Rängen hätte ich von den Ostwestfalen mehr erwartet. Die lange Anreise und das frühe Aufstehen können aber als Entschuldigung für die Gäste angesehen werden. Schlussendlich freuten sich aber die 4’100 Zuschauer im Hardtwaldstadion über den Sieg ihrer Lieblinge, die so wieder einen Aufwärtstrend andeuteten. Ganz anders sieht es bei der Arminia aus, die nun aber im nächsten Spiel zuhause gegen den Tabellenletzten aus Cottbus die Möglichkeit hat, einen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu tun.

Gespielt wurde wie schon erwähnt im Hardtwaldstadion, welches sich etwas ausserhalb von Sandhausen mitten im Wald befindet. Zu erwähnen gibt es die Nähe zum Stadion des FC Astoria Walldorf, welches sich drei Kilometer südlich befindet. Aufgrund des Aufstieges in die 2. Bundesliga wurde die Stadionkapazität mithilfe von zwei Tribünen auf 12’100 vergrössert. Auf der Seite der Haupttribüne gibt es zwei zusätzliche Tribünen, wovon eine für die Heimfans als Stehrampe genutzt wird. Auf der einen Hintertorseite findet man eine grosse Sitzplatztribüne als Provisorium, gegenüber davon der Gästeblock, der durch einige Stufen nicht sonderlich speziell auffällt. Auf der Gegenseite der Haupttribüne gibt es zwei weitere provisorische Stehtribünen, die jedoch nur bei Spitzenspielen besetzt sind.

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16. März 2014